Bookmark: Usability-Lesestoff

16 March 2008
Für die Jäger und Sammler unter euch:

Sebastian Müller hat 2 kostenlose Usability-E-Books aufgestöbert (via).

Flow im Webdesign

17 December 2007
Alistapart nimmt sich diesen Monat eines der "new school usability"-Themen im Webdesign an: Designing For Flow. Gemeint ist hier das Flow-Erlebnis aus Mihaly Csikszentmihalyis Buch.

Das ist ein Thema, über welches wir mit Kollegen in letzter Zeit immer öfter diskutieren. Und zwar immer dann, wenn einer mit der (old school-) Masche "don't make me think" oder "keep it simple, stupid" (kiss) ankommt. Diese Usability-Prinzipien werden heut zu Tage als wichtigstes Prinzip für den Erfolg eines Web-Projekts angesehen. Dabei haben sie nur auf einer speziellen Ebene Gültigkeit. Das KISS-Prinzip möchte unnötige Komplexität vermeiden; stellt sich also die Frage, welcher Grad an Komplexität nötig ist ...

Komplexität kann nötig sein, um dem User z.B. ein Erfolgserlebnis zu bescheren, oder - wie es der Alistapart-Artikel ausdrückt - dem User neue Entdeckungen in der Site/der Anwendung zu ermöglichen. Ich sehe es sogar so, dass in erfolgreichen Web-Projekten immer mindestens 5 bis 10% der Dinge oder Features unentdeckt sein sollten bzw. dass immer ein gewisses Potential existieren sollte, damit der User noch etwas zu entdecken hat, wenn er Bock darauf hat. Das können Features sein, das können aber auch einfach nur Inhalte sein. Eine Web-Anwendung wird immer dann schnell langweilig, wenn man sie bereits nach wenigen Tagen oder Wochen vollständig erfasst und durchschaut hat. Sie wird aber auch frustierend, wenn darin es mehr Unbekanntes als Bekanntes gibt.

Hierbei die richtige "goldene Mitte" zu finden, macht eine erfolgreiche User Experience aus.

Statt einfach 'Ja' oder 'Nein' anzubieten

20 October 2007
... lassen sich manche Dialog-Entwickler was Komplizierteres einfallen:



Wenn man gerade ein Adium-Update gefahren hat, überlegt man bei diesem Dialog durchaus ein paar Sekunden, ob jetzt die alten Kontoeinstellungen übernommen werden oder nicht.

Usabilitologische Materiefremdheit

30 September 2007
Das ist mal wieder typisch Usabilitologe:

[...] dann den Blog und die zugehörigen Beiträge zeigen. [...]

Usability von Blogs-Ideen bei brainr

[...] Was ist der XY Blog? [...]

Usability von Blogs-Ideen bei brainr

Noch "Der Weblog" sagen, aber schonmal die Usability verbessern wollen ... ja ne, iss klar. Dennoch war dieser Link + die Tatsache, dass mich Blogosphärenfremde in letzter Zeit auf mein unverständliches Weblog angesprochen haben, ein Anstoß dafür, mein allgemeines "Wording" hier ein bisschen zu überarbeiten.

"Das ist doch bestimmt nur so Blogger-Zeugs"

17 August 2007
Als Blogger höre ich immer öfter "wertschätzende" Aussagen von den Anderen. So einer von den Anderen, der wollte was im WWW machen und planen und fragte mich nach der "Realisierbarkeit" seines Vorhabens (er sah wirklich keine Diskrepanz in der Tatsache, dass er nicht weiß, wie man etwas im Web realisiert und trotzdem ein Web-Projekt plant).

Aber irgendetwas wusste er schon über das Netz, denn an entscheidender Stelle kam die sichere Aussage, dass wir das mit einem target="_blank" verlinken sollten. Ich sagte "Nein, das ist aus mehreren Gründen Unsinn.". Er fragte "Wieso?" und "Warum?", sichtlich fand er seine Idee genial. Ich quatschte über Usability und Entscheidungsfreiheit und Tabs in allen heutigen Browsern und dass wir 2007 haben und so weiter ... Aber es brachte alles nichts, so dass ich zur Notbremse "Die Seiten sind XHTML. Das wäre gegen die Spezifikation. Willst du das verantworten?" griff. Brachte aber auch nichts, target="_blank" war einfach zu attraktiv. Also sagte ich nur noch, "Hör mal, dieses Thema ist uralt, google mal bitte nach, informier dich im Netz, da haben schon viele was zu geschrieben ...". Dann kam der Spruch: "Das ist doch bestimmt so Blogger-Zeugs, was da so geschrieben steht."

Da aber auch respektlose Greenhorns Menschen sind, hier eine relativ aktuelle Suchhilfe: Warum Links, die ein neues Fenster öffnen, SÜNDE sind! (via Linkdump)

Webdesign beginnt mit dem Schreiben

02 August 2007
"Intelligent web content is the literature of our time." - dieses Zitat aus der Zusammenfassung des Feeds zu diesem A List Apart-Artikel können sich Totes-Holz-Autoren ruhig ausrucken, einrahmen und über den Bettpfosten hängen.


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Rückgängig machen lassen, statt nervende Abfragen

21 July 2007
Aza Raskin behandelt unter A List Apart das Thema der "Sind Sie sicher?"-Abfragen bei kritischen Tasks: Never Use a Warning When you Mean Undo

Da sich der Mensch schnell an solche Abfragen gewöhnt und öfter mal aus Reflex 'Ja' klickt, können oft Unfälle passieren. Statt dessen plädiert er für eine 'Undo'-Funktion, um falsche Entscheidungen wieder rückgängig machen zu können. Er zählt Beispiele aus bekannten Online-Anwendungen auf.

Mir stellte sich beim Lesen des Artikels die Frage, wie man denn mit Löschvorgängen umgeht, die (aus datenschutzrechtlichen Gründen z.B.) wirklich aus den Datenbanken des Systems gelöscht werden sollen. Wenn man den Gedanken weiterspinnt, könnte man in solchen Fällen dem User eine XML-Datei mit seinen Datensätzen anbieten. Etwa, wenn man irgendwo seine Mitgliedschaft beenden möchte. Liefert das System dabei alle vorhandenen Daten an den User aus, bevor es sie aus den Datenbanken löscht, könnte es die Daten im Falle der Reue auch wieder importieren, um eine rechtlich sichere Undo-Funktion zu gewährleisten.

Und dann wären wir auch wieder beim alten Web3.0-Thema: Persönliche Daten gehören in die Hände der User, nicht der Anbieter.

Strukturen designen

21 July 2007
webstandard.kulando.de spricht ein Webdesign-Thema an, welches gerade im täglichen Arbeitsleben von "professionellen Agenturen" wenig Berücksichtigung findet: Das Design der Struktur einer Website. Dort läuft es häufig so, dass ein Screen-Design vorgegeben wird, dann patscht man die Inhalte rein (unter der Vorgabe, das Design nicht zu brechen) und die "User Experience" bleibt häufig auf der Strecke.


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Operas 'Speed Dial'

31 May 2007
... ist keine DFÜ-Einwahlmethode, sondern ein bessere Nutzung des leeren Tabs. Wenn man in Opera einen neuen Tab öffnet, präsentieren sich ein paar leere Felder, die man auf Klick mit den Adressen der am häufigsten besuchten Websites belegen kann. Ist ein bisschen komfortabler und schneller angewendet, als in der Adresszeile rumzuhampeln oder ein Bookmark aufzurufen.

Operas Speeddial-Funktion

Gefallen mir gut, diese Art Kleinigkeiten in Opera und zusammen mit seiner Resourcensparsamkeit verwende ich ihn immer häufiger, sowohl unter Linux als auch Windows. Gerade unter Windows startet Opera vom USB-Stick aus wesentlich schneller als Firefox. Aber eigentlich startet ja jeder Browser schneller als Firefox, selbst der IE7 ;-).

Man wünscht sich ja immer, dass Opera Open Source wäre, aber ob es als größeres Open-Source-Projekt genauso gut wäre, sei dahingestellt:

But perhaps Opera's greatest competitive advantage came from some of the earliest decisions in its design. From the very beginning, Opera was built from a very lean and modular code base, particularly when compared with the sprawling Mozilla source tree.

"[Opera] didn't have enough people to make it bloated," Lie quips.
Opera's open source conundrum

Wo und wie werden kleines Displays genutzt?

29 May 2007
... darüber informiert diese kurze Präsentation von Marc Rettig: design for small screens (pdf). Ist zwar 5 Jahre alt, gilt aber usabilitologisch gesehen immernoch.

DSL-Anbieter: Absolute Webdesign-Dilettanten [Update]

26 April 2007
Ich suche mich seit gestern durch die Angebote von Breitband-Internet-Anbieter und wundere mich, wie schlecht die Websites der Anbieter gestaltet sind. Dabei jage ich die Seiten noch nicht einmal durch den Validator oder so. Es reicht schon zu sehen, dass z.B.
  • ohne JavaScript nichts läuft (von NoScript nie etwas gehört)
  • Inhalte bei MouseOver in einem Flash-Film dargestellt werden
  • Sprache und Ausdruck unverständlich ist
  • die "Informationen", sofern man sie so nennen darf, teilweise nicht einmal aktuell sind (das erfährt man dann bei einem Anruf bei der Coldline)
  • Der Browser Firefox, trotz deaktivierter PopUps, NoScript und FlashBlock, sang und klanglos abschmiert
  • "High-Tech"-Skripte, wie Verfügbarkeitsabfragen, ohne Fehlermeldungen auf die Startseite weiterleiten.
  • Dialoge nicht fähig sind, eindeutig "Ja" und "Nein" zu sagen

Deshalb suche ich nur noch die Telefonnummer aus den Webseiten heraus und lasse mir alles mündlich erklären. Aber auch das ist nicht immer ganz einfach, wenn sich die Kontaktnummer zum Beispiel hinter 2 PopUps befindet.

Und der Witz ist, dass diese Seiten von teuren Agenturen erstellt worden sind.

[Update:] Jetzt weiß ich, warum ich bei der Darstellung dieser Sites Probleme habe. Firefox scheint einfach fehlerhaft zu sein.

Feisty Fawn Laptop-Test

10 April 2007
Hier hat jemand die Feisty-beta auf seinem Laptop ausprobiert und macht dabei bessere Erfahrungen als ich; bei ihm lief zumindest die WLAN-Karte auf Anhieb.
Der Anspruch ist, alles aus der Laptop-Hardware auszuschöpfen, ohne dabei Config-Dateien editieren zu müssen, was wohl derzeit auch unter Feisty Fawn mächtig daneben zu gehen scheint.
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