Autsch - Tücken der telefonischen Fernwartung
Abends installiere ich einem Kunden ein Ubuntu-System auf seinem Notebook. Alles übers Telefon: ich diktiere shell-Befehle, er gibt sie brav ein. Ich kann nicht an seinem DSL-Anschluss vor Ort sein und einen SSH-Server wollen wir auch nicht laufen lassen. 3 Abende lang geht das gut. Ubuntu läuft auf seinem Acer Notebook, verschlüsseltes Volume ist eingerichtet und seine wichtigsten Nutzerdaten (Browser, Email, ein paar Proggies) sind dort gelagert. Falls das Notebook mal verloren gehen sollte ...
Dann der letzte Tag, wir wollen seine WLAN-Karte per ndiswrapper zum Laufen bringen, also stöbern wir auf der mitgeliferten Win-Treiber-CD nach den entsprechenden .inf-Dateien. Wir installieren 5 mal die falschen Treiber, bis ich auf die Idee komme, sie einfach runterzuladen und sie ihm zu schicken. Es wird spät und die Missverständnisse und Fehler häufen sich. Jetzt blockieren die 5 falschen Treiber den letzten richtigen Treiber. Wir wollen sie entfernen/löschen und was passiert? Wir löschen aus Versehen den Inhalt seines gesamten Home-Verzeichnisses und die Daten auf der verschlüsselten Partition. ARRRRGH!
Nie wieder Fernwartung übers Telefon, nie wieder sudo in die Hände von Laien. Merke: sudo ist für roots, nicht für User.
