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Slowfood vom Feinsten:

An Geschmack und Nährwerten kaum zu toppen:
Muscheln liefern viel hochwertiges Eiweiß, das leicht verdaulich ist, da es kein Kollagen (für Sehnen etc.)enthält. Sie enthalten wenig gesättigte Fettsäuren und kaum Kohlenhydrate. Muscheln sind hervorragende Quellen für Vitamin B12, von dem die Menschenzellen in einem Menschenleben nicht mehr benötigen als ein Linsenkorn wiegt. Vitamin B 12 ist absolut unverzichtbar für geistige Frische, Stimmungslage, Stressfähigkeit den Eisenstoffwechsel und dem Bau von roten Blutkörperchen. Muscheln sind reich an verschiedenen Spurenelementen wie Eisen, Zink Kupfer und Jod, die bei vielen Menschen oft unterversorgt sind.
Meeresschatz, der wohl mundet - Muscheln - WDR
Dabei prunkt sie nicht wie andere Gemüse mit tollen Farben oder starken Aromen, nein sie ist eher unauffällig. Verborgen in der Erde wächst sie zu einem Kraftpaket heran, prall gefüllt mit einem ganzen Spektrum wichtiger Nährstoffen. Diese sind hochwertiges Eiweiß, komplexe Kohlenhydrate, essentielle Fettsäuren, dazu Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Eisen und Magnesium. Ein gesundes Nahrungsmittel mit wenig Kalorien und dabei auch noch eine kulinarische Köstlichkeit.
Was ist eine Kleikartoffel? - dornum.de
Genau das Richtige für die kommenden kalten Tage: Rote Linsensuppe auf türkische Art.
1 Zwiebel
30g Butter
2 Mohrrüben
1 EL Mehl
800 ml Brühe
200g rote Linsen
1/2 TL scharfes Paprika
Salz
Pfeffer
Zwiebel würfeln in Butter glasig braten,
1 El Mehl zufügen (Mehlschwitze),
mit 800 ml Brühe aufgießen, verrühren und aufkochen.
Mohrrüben putzen und würfeln,
Linsen waschen.
Mohrrüben und Linsen zufügen aufkochen und ca. 30 Minuten auf kleiner Flamme kochen lassen. Ab und an umrühren.
Zum Nährwert von Linsen schreibt die Wikipedia:
Linsen sind leichter verdaulich als Erbsen oder Bohnen und haben mit 25-30 % in Trockenmasse einen sehr hohen Eiweißanteil, wodurch sie besonders bei zeitweiligem Fasten oder dauerhaftem Vegetarismus ein sehr wertvolles und zugleich preiswertes Nahrungsmittel darstellen. Bemerkenswert ist ebenso ihr überdurchschnittlich hoher Gehalt an Zink, welches eine zentrale Rolle im Stoffwechsel spielt. Da sie kleiner sind als andere Hülsenfrüchte, brauchen sie auch weniger Einweich- und Kochzeit, geschälte rote Linsen sind uneingeweicht schon innerhalb von etwa 15 Minuten gar.
Je tiefer ich grabe, desto mehr bestätigt es mein Gespräch mit dem Döner-Man: "Viel Mist reingerührt"
Gibt es überhaupt Döner, den man ohne Bedenken essen kann?
Den gibt es. Der Preis ist ein wichtiges Kriterium. Unter 2,50 Euro sollte man keinen Döner kaufen. Und dann ist es auch wichtig, dort zu kaufen, wo viel gekauft wird, wo der Döner fließend weggeht. Ich mache da gerne Werbung: Hasir in der Berliner Adalbertstraße ist ein Laden, wo nicht nur Deutsche, sondern auch viele Türken ihren Döner essen. Und auch das ist ein wichtiges Zeichen. Ich glaube, dass die Türken da mehr auf Qualität achten als Konsumenten deutscher Herkunft, die nur ein Schnäppchen machen wollen.
"Viel Mist reingerührt"
Ein paar Tipps aus meiner persönlichen Erfahrung:
Der Döner muss
Außerdem hat ein Döner-Meister kein Problem mit "Proben". Man darf ruhig ein paar Fleischfetzen zur Probe verlangen, bevor man eine ganze Portion bestellt. Das passiert in der Türkei dauernd. Wer sich dabei blöd anstellt: Finger weg.
Und ... sowas wie "Hähnchen"-Döner gibt es eigentlich nicht.
Gestern Abend waren wir Döner essen. Der Dönerladen hatte eine Art aufgemotzte "Herkunftsurkunde" für das Fleisch vor dem Tresen hängen. Als ich das sah, musste ich lachen und habe gesagt: "Sie können das Wort Gammelfleisch bestimmt nicht mehr hören ..."
Döner-Man: "Ja, wir haben das hier freiwillig aufgehangen, um die Gespräche zu diesem Thema etwas zu reduzieren."
Und dann begann mit dem Döner-Man und einem der anwesenden Chefs (ein Grieche) ein lockeres Gespräch über Gammelfleisch und vor allem um Konsumverhalten. Die Quintessenz war: Wir sind in einem Preiskampf. "Qualität"? Nein, nur auf den Preis kommt es an.
So ein Schwachsinn, sagte ich. Die Leute wollen doch gutes Fleisch essen und dafür bezahlen sie auch. Nix da, denkste. Die bezahlen nicht. Die wollen ihren Döner für 2,50. Ich sagte: Ich würde für den Döner auch 10 Euros zahlen, wenn er nur endlich so schmecken würde, wie in der Türkei. Der Chef sagte: "Mein Partner denkt darüber nach, ob er den Döner nächstes Jahr 50 cent teurer macht, wegen der 19% MwSt-Erhöhung. Aber er hat Angst, dass ihm dieser Preis das Genick bricht." Jo, "König Kunde" würde wegen 50 cent zum noch billigeren Konkurrenten laufen.
Das deckt sich mit den Aussagen aus dem Buch "König Kunde ruiniert sein Land" von Bernhard Pötter (kann ich sehr empfehlen). Die Hauptaussage darin ist, dass der deutsche Konsument zwar vollmundig vespricht auf Qualität, Nachhaltigkeit und die Umwelt zu achten, wenn man ihm einen Fragebogen oder ein Mikrofon vor die Fresse hält, beim realen Einkauf aber letzten Endes nur auf den Preis schaut. Beispiel: Vor Jahren sagten Verbraucher, dass sie auch Windenergie nutzen würden, wenn sie zur Verfügung stände. Jetzt gibt es mehr Windenergie auf dem Markt, als Nachfrage da ist und in naher Zukunft wird es deshalb kaum noch (oder zu wenig) Anbieter für Windenergie geben.
In Berlin tobt der härteste Preiskampf unter den Döner-Men. Für 1,50 soll es da schon was auf die Hand geben. Unser (ostfriesische) Döner-Man dazu: "Ja, was meinst du, kriegst du für 1,50? Hochwertiges Fleisch? Das ist zu 80% nur Paniermehl." Die Gefahr lautet also nicht immer "Gammelfleisch".
Für mich deckt sich das derzeitige Verteufeln der Fleischanbieter keinefalls mit dem Anspruch, den "aufgeweckte Konsumenten" verbal oder in Marktforschungsinterviews zu Tage bringen. Dem Argument, die Leute hätten immer weniger in der Tasche, glaube ich nicht. Weniger als in den (vollen und reichen) 70'er und 80'er-Jahren vielleicht, ja. Aber nicht so wenig, dass Deutschland nicht als reiches Land gelten würde. Es ist genug Geld für aktuelle PKW-Modelle, Markenklamotten und regelmäßigen Urlaub drin ... da soll es für das Essen nicht reichen?
Es ist einfach nur Dummheit. Oder das Setzen von falschen Prioritäten. Der aufgeklärte Mensch von Heute weis, dass in einem System, in dem es nur um den Preis geht, die Qualität auf der Strecke bleibt. Also was soll das ganze Theater auf einmal? In diesem Markt haben Lebensmittelhersteller, die auf Qualität setzen, einfach keine Chance. Die logische Folge ist Gammelfleisch oder Fleisch mit zuviel Antibiotika. Da sollen bessere Kontrollen etwas ändern? Wie naiv. Qualitätsanspruch könnte die Lage langfristig ändern, aber dazu sind wir ja zu geil geizig.
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