Bookmark: Steve Ballmer still doesn’t understand social networking

06 October 2007
Steve Ballmer still doesn’t understand social networking - scobleizer.com

Real-Time-Webdesign

26 August 2007
Es gibt (nicht wenige) Kunden, die stehen drauf, wenn sie dem Webdesigner über Telefon oder Chat Anweisungen geben und den Fortschritt im Design fast in Echtzeit betrachten können. Meist sind das Kunden, die nicht genau wissen, was sie wollen und geben daher komische Anweisungen wie "Mach das mal weiter rechts" oder "Und wie sieht's mit 'nem grünen Rahmen aus?" oder "Geht der Rahmen oben auch etwas dicker?". Während dessen sitzt du als Markup-Buttler am anderen Ende der Leitung, hackst deinen Markup in den Editor, überträgst es per FTP/SCP auf den öffentlichen Server und sagst zwischendurch "Lad mal neu" (und schwitzt dabei auf die Tastatur).

Das nenne ich Hardcore-Design-Service. Besonders wenn er mit seinem ungepatchten MSIE 6.0 den Fortschritt verfolgt. Du bist ständig am Tippen und am Hochladen und kommst nicht mal dazu, nebenbei einen Kartoffel-Chip zu verdrücken oder die lästige Fliege zu verscheuchen, die sich an der Wärme deines Monitors ergötzt. Dabei hörst du den Kunden genüßlich was Essen/Trinken/Rauchen (wasauchimmer), während er mit unpräzisen Anweisungen den Webdesigner quasi fernsteuert. Mach das mal eine Stunde und du bist fertig, wie nach einem kompletten Arbeitstag.

Anfänger kriegen das gar nicht mal hin; fühlen sich unter Druck gesetzt oder über die Schulter geschaut. Deshalb werde ich vom nächsten Kunden, der "Real-Time-Webdesign" möchte, auch etwas extra nehmen. Schließlich gab's die Mayo auf die Pommes auch mal umsonst, bis irgendwer auf die Idee kam, dafür extra Kohle zu nehmen ;-)

Top-Listen: Sie kriegen dich immer wieder

03 August 2007
Wer mich schon länger liest, hat vielleicht mitbekommen, dass ich nicht wenige Anstrengungen unternommen habe, um mein Blog aus diversen "Top-Listen" heraus zu bekommen. Ich habe sogar uckan.info (worunter ich zwischen 2003 und 2006 geblogt habe) aus Google austragen lassen und habe danach hier weitergeblogt; und zwar so, dass nur noch die Permalinks dieses Blogs in den Ergebnissen erscheinen. Nebenbei gab es auch eine Satire-Reihe mit den Business-Blogging-Weeks.

Aber jetzt hat mich eine Liste wieder eingefangen: http://www.alianzo.com/top-blogs/germany (Platz 80). Shit. Es gibt eben kein Entkommen von den Eitelkeits-Fütterern und Ihre-Existenzberechtigung-aus-dem-Content-anderer-Beziehern ...

Superschlaue Ferengis am Alex

10 July 2007
Hier in Berlin, am Alexanderplatz, wirst du ständig von Ferengis angequatscht, die einem Zeitungsabos und so'n Zeugs verkaufen wollen. Manchmal richtig lästig.

Als wir mit Kollegen unterwegs waren, wurden wir wieder angequatscht. Mir fiel diesmal nur ein zu sagen "Sorry, aber ich habe Leseschwäche". Hat nichts gebracht, der Ferengi zeigte Verständnis und kramte gleich eine dickes Buch mit dem Titel "Ursachen der Leseschwäche und wie man sie bekämpft" aus seinem Stand hervor.

"Nichts auf der Welt ist umsonst"

08 July 2007
... prangt in Großbuchstaben über der Ladentheke eines Second-Hand-Notebook-Verkäufers in Berlin. Und noch mehr Schilder (in kleinerer Schrift), die dem lästigen Kunden die Botschaft vermitteln könnten, dass jede Frage vor dem Reperaturannahmeschalter Geld kostet.

Was für ein Ferengi ... die Maschinen sind nicht einmal ok, sondern richtig scheiße. Einige "Ausstellungsstücke" haben schwerwiegende Macken (Strom/Stand-By-Probleme, fehlende Deckel auf der Unterseite beim RAM etc.). Ein paar Straßen weiter haben wir einem Kumpel dann ein Neu-Gerät für 100 Okken mehr geholt; ohne Macken und richtig hübsch.

Die Krönung des Ferengi-Schuppens ist der Verkauf einer "Anti-Spionage-Software" für läppische 49,- € .... !!1!!11
Mann ... solchen Kunden kann man auch locker TwoSkript verkaufen ;-)

Unerwünschte Anrufe von T-Mobile(-Töchtern)

05 June 2007
Seit Februar 12 Stück an der Zahl. Dabei wollen einem die Ferengis entweder den Vertrag verlängern, ein Zweithandy aufdrücken oder was-weiss-ich. Nach dem dritten Anruf habe ich Anrufverbote erteilt, mündlich sowie schriftlich. Danach nochmal per Brief gemahnt die Sache an den Datenschutzbeauftragten zu geben und andere Rechtwege zu untersuchen, wenn nochmal ein Anruf von T-Mobile oder einer seiner Tochtergesellschaften stattfindet.

Diese unseriösen Tele-Klinkenputzer benutzten dabei die miesesten Tricks, wie mit unterdrückter Rufnummer anrufen, zur Freitag-Feierabendszeit anrufen oder Telefonsexstimmen zum Klinkenputzen zu schicken.

Erst heute, nachdem wieder eine Ferengiene zweimal angerufen hat, wurde wohl vermerkt, dass dieser "Teilnehmer" keinerlei Anrufe auf sein Handy vom Hause T-[Setzeinwasduwillst] haben möchte. Und T-Mobile rufe sowieso nur 3 mal an und dann nie wieder, erklärte mir die Beschwerde-Annahme-Hotlinerin. Da wird schäublemäßig die Realität zurechtgelogen, wie es gerade passt.

Beim nächsten Anruf von den T's, egal weshalb, packe ich das Handy zusammen, schicke es der Geschäftsführung und trete mit sofortiger Wirkung von meinem Vertrag zurück wegen grober Belästigung. Ist auch so per Schreiben angekündigt.

Harte Währung: PageRank(TM)

01 May 2007
Boah ha ha, das übertrifft selbst meine sarkastischen Fähigkeiten:
Sehr geehrter Webmaster,
am xx.xx.xxxx haben wir einen Linktausch vereinbart, besprochen war ein Tausch von Ihrer Seite xx mit Google PageRank 5. Nach dem aktuellen Update ist Ihr Pagerank auf PR4 gefallen. Bitte verlegen Sie den Link auf eine gleichwertige (Pagerank) Seite, oder Sie haben auch die Möglichkeit unsere Seiten von zwei weiteren Seiten mit Pagerank 4 zu verlinken. Sollen wir bis zum 2.5 keine Antwort von Ihnen bekommen werden wir Ihren Link löschen.
PageRank Abfall bei Gerald Steffens

Was für Ferengis ... Noch mehr solcher Klopper gibt's beim S-O-S SEO Blog. Klasse .. einfach Hammer ... bitte mehr davon!

Wie man trotz passabler Inhalte ganz schnell wieder aus dem RSS-Reader fliegt

01 May 2007
Tipp #1: Packe, sowie Sitepoint das macht, Werbung in deinen Feed.

ein mit schäbiger Werbung verunreinigter RSS-Feed

Früher hatte ich die Sitepoint-Blogs mal gelesen und mit der Zeit irgendwie verloren und jetzt wiedergefunden.

Und für "die anderen" mal ganz langsam erklärt: Werbung ist bestenfalls ein Vorschlag zum Einkauf. Jemand, der unerwartet aus der dunklen Ecke auftaucht, um dir zu sagen: Kauf dies, kauf das! Und das heut zu Tage in einem Maße, welches die Schmerzgrenze überschritten hat. Es nervt. Und es gibt eigentlich keine Legitimation für diese Art der Nötigung (auch wenn es die heilige Kuh unserer Gesellschaft zu sein scheint). Sie wurde früher auch nur teilweise geduldet. Und wenn Werbung mal erwünscht ist, dann gegen explizite Anforderung und zum Zwecke der Information. Aber unangeforderte, "nicht ernstzunehmende Willenserklärungen" sind einfach nicht mehr tolerabel.
Und je mehr Werbung überall auftaucht, desto größer wird mein Wiederstand dagegen.

OPC: Other People's Content

30 April 2007
Der Inhalt anderer Leute hat wirklich eine starke Anziehungskraft auf Leute, die das Netz nur als Geldmaschine betrachten. Nicht nur, dass ich seit Beginn meiner Publiziererei damit zu tun habe, mittlerweile scheint es auch keine sprachlichen Barrieren zu geben.

Letztens schrieb mich jemand aus der Türkei an. Er ist auch Webworker und wollte sich mal ein bisschen austauschen (so von Kollägge zu Kollägge). Er hatte auch ein paar Fragen. Zum Beispiel, warum die in Deutschland lebenden Türken im WWW so wenig aktiv wären (ja, warum eigentlich?), was für "Geschäftsmodelle" hier denn laufen würden .. und lauter so'n Zeugs. Ich habe das gerne ein paar Tage mitgemacht, bis er schließlich gestern offenbarte, dass auch newspartner.net zu seinen Projekten gehöre und dass er nur noch darauf warte, dass Google die Site endlich für Adsense freigebe. Als mir darauf die Rubrik "German" genauer angeschaut habe, erkannte ich das gleiche Layout, wie kürzlich in meinen Referrern. Hat der doch schön dreist ein paar Blogeinträge aus verschiedenen deutschsprachigen Blogs zusammengepappt.

Ich habe ihn darauf - verhältnismäßig ruhig - gefragt, ob er denn von allen Autoren vorher eine Erlaubnis reingeholt hätte, worauf das übliche Blabla zurück kam. Das war's dann erst mal mit dem kollegialen "Austausch".
Tja, on the internet, nobody knows you're a ferengi ...

Ferengosphäre

20 April 2007
Schau mal an, was Robert Basic herausgefunden hat fragt: sind 91% der Blogger bestechlich? (via Cems Sprechblase)

Finde ich sehr interessant. Auch wenn natürlich nicht repräsentativ und Online-Umfragen sowieso leicht manipulierbar sind (wovon ich jetzt in diesem Fall aber nicht ausgehe). Aber bei so einer Umfrage hätte ich erwartet, dass mehr Leute unehrlich sind. Ähnlich wie bei Verbraucherumfragen, wo immer angegeben wird, man würde für das politisch korrektere Produkt durchaus ein wenig mehr ausgeben, aber in der Realität dann doch nur (und zwar nur) auf den Preis schaut.

Erinnert mich ein bisschen an "Ein unmoralisches Angebot". Nach dessen Ausstrahlung haben fast alle Paare rund um den Globus noch lange darüber diskutiert, ob sie sowas auch machen würden .. und wenn ja, für wieviel. Ich denke jetzt werden einige in der Blogossphäre genauso darüber nachdenken bzw. diskutieren.
Cool durchgezogen, Robert! ;-)

"Auswurfverhältnisse" bei Vista

14 April 2007
Sprachstörungen scheint es nicht nur bei Topmodels zu geben, sondern auch beim "Next-Big-Supersystem" Windows Vista: Baustelle Windows Vista
Lang sei beispielsweise die Reihe absurder Wörter und Erklärungen in der deutschen Version des neuen Windows-Betriebssystems. Was verbirgt sich etwa hinter den Begriffen "Funktionssuchanbieter-Host", "Auswurfverhältnisse" oder "Klassenkurzname"?

Übrigens, in 9 Monaten gibt es Windows XP nicht mehr vorinstalliert auf einem PC zu erhalten (via Brian's Blog). Vielleicht ist mit "Auswurfverhältnisse" ja das gemeint?

Brems ... brems ...

30 March 2007
Köstlich: "IT ist Wachstumsbremse für deutsche Konzerne"
"Die Konzerne erachten IT als bedeutende Wachstumsbremse. Große Teile des IT-Budgets werden für Aufgaben verwendet, die weder Werte noch Wachstum schaffen", erläutert Holger Röder von A.T. Kearney die Ursachen für den tiefen Strukturwandel in den IT-Abteilungen.

Erst jahrenlang falschen Beratern aufgrund ihrer schönen Anzüge auf den Leim gehen und sich teure proprietäre Lizensen andrehen lassen, die man regelmäßig für Bares updaten muss und jetzt solche vorgezogenen Aprilscherze bringen.
Aber hey, muss ja nicht jeder an eine Tastatur. Papier und Kulli haben sich schließlich auch bewährt ...
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