Liferea und wfw:commentRss

11 November 2007
Cool ... keine Ahnung, seit welcher Version, aber Liferea scheint mittlerweile das wfw-commentRss-Element zu unterstützen, wie ich nach dem Ubuntu-Upgrade auf Gutsy Gibbon feststelle. Sehr vorbildlich, damit ist das wohl der erste RSS-Reader unter Linux, der das kann. Oder? Sogar mit "Aktualisieren"-Funktion ... nett.



Unter Windows waren ja Sharpreader und RSS Bandit die ersten. Wie sieht's eigentlich unter den Mac-Readern aus? Für mich gehört dieses wfw:commentRss ja eigentlich zu den Pflichtelementen, die ein RSS-reader unterstützen sollte.

Mobile Nutzung

13 September 2007

Die relativ nahe Zukunft wird mobil sein. Davon redet man ja schon seit Jahren und dennoch ist man weit davon weg, dass die User mobil browsen können.


das mobile Web

Naaah ... seh ich nicht so. Bei mir ist dieser Monat - glaub ich - der erste Monat in meinem Leben, in dem ich mehr Online-Geschichten mobil geregelt habe, als am Tower oder Notebook zu Hause. Ich lese mittlerweile auch RSS-Feeds unterwegs und einige der letzten Einträge habe ich mit dem Handy gebloggt. Mails sowieso. Manchmal klemme ich das Notebook ans UMTS-Modem, aber das kleine Display wird irgendwie immer reizvoller.

Das Tower ist mittlerweile mit einer 100% sicheren Firewall ausgestattet und hält für kreative Arbeiten hin.

Schönere Feed-Icons

10 May 2007
Das Feed-Icon oben rechts ist eine umgefärbte Variante des Icons unter Feed Icons. Wer hübschere, glossigere, zweinulligere Icons möchte, wird bei bittbox fündig.

Wie man trotz passabler Inhalte ganz schnell wieder aus dem RSS-Reader fliegt

01 May 2007
Tipp #1: Packe, sowie Sitepoint das macht, Werbung in deinen Feed.

ein mit schäbiger Werbung verunreinigter RSS-Feed

Früher hatte ich die Sitepoint-Blogs mal gelesen und mit der Zeit irgendwie verloren und jetzt wiedergefunden.

Und für "die anderen" mal ganz langsam erklärt: Werbung ist bestenfalls ein Vorschlag zum Einkauf. Jemand, der unerwartet aus der dunklen Ecke auftaucht, um dir zu sagen: Kauf dies, kauf das! Und das heut zu Tage in einem Maße, welches die Schmerzgrenze überschritten hat. Es nervt. Und es gibt eigentlich keine Legitimation für diese Art der Nötigung (auch wenn es die heilige Kuh unserer Gesellschaft zu sein scheint). Sie wurde früher auch nur teilweise geduldet. Und wenn Werbung mal erwünscht ist, dann gegen explizite Anforderung und zum Zwecke der Information. Aber unangeforderte, "nicht ernstzunehmende Willenserklärungen" sind einfach nicht mehr tolerabel.
Und je mehr Werbung überall auftaucht, desto größer wird mein Wiederstand dagegen.

Grundlagen RSS: Aufs description kommt's an

24 January 2007
Godfather of RSS Dave Winer mit einem Grundlagenvortrag an die Aggregator- und Weblog-Programmierer: More advice for RSS developers (via Schockwellenreiter)

Aus bloghistorischen Gründen ist ein Titel Im Blogeintrag oder RSS-Feed nur optional. Ein RSS-Item muss nur ein gültiges description haben. Nicht mal ein Link ist zwingend.

Schlecht gelaufen für die Codeschubser, die alles am Titel aufgehangen haben ;-)

Mir ist das das erste mal an RSSify richtig bewusst geworden. Da wird der Titel auch nur aus den ersten n-Zeichen des description-Elements generiert.

gDesklets RSS-Reader

06 February 2006
Auch eine interessante Art, RSS-Feeds zu konsumieren:

News Grab

Mit News Grab (gdesklet) hat man die wichtigsten News gleich nach dem Booten vor der Nase. Nachteil ist die begrenzte Desktop-Fläche und der nicht unerhebliche Speicherverbrauch (ca. 95 MB bei 6 Feeds, 4 Hardware-Monitoren und einer xmms-Player-Oberfläche). Auch neigen sie zum Absturz, wenn einer der Feeds mal nicht erreichbar ist.

Kopfschüttel-RSS

18 January 2006
Junge, junge, da kriegt man den Mund vor lauter Staunen gar nicht mehr zu:

To sum up, the "photocasting" feature centers around a single undocumented extension element in a namespace that doesn't need to be declared. iPhoto 6 doesn't understand the first thing about HTTP, the first thing about XML, or the first thing about RSS. It ignores features of HTTP that Netscape 4 supported in 1996, and mis-implements features of XML that Microsoft got right in 1997. It ignores 95% of RSS and Atom and gets most of the remaining 5% wrong.


Unofficial documentation of iPhoto 6.0 photocasting feeds, Mark Pilgrim


Ausgegangen ist das Ganze von Dave Winer, der wohl ziemlich den Kopf über die Feeds geschüttelt haben muss. Später gab's eine Kopfschüttel-Diskussion bei Sitepoint, die auch bei Sam Ruby weiterging. Dort ist dem Mark das erste mal fast der Kopf vor lauter Schütteln abgefallen und heute gibt es die oben verlinkten Details.

Google, das nennt ihr einen RSS-Reader?

12 November 2005
Ich renne ja nicht jeder Veröffentlichung von Google hinterher, alleine schon aus paranoiden Gründen. Aber auch sonst sind diese tausendfach in der Blogossphäre auftauchenden "Google veröffentlicht XYZ beta!"-Meldungen bei mir eher in der 'chinesischer Reissack'-Kategorie eingeordnet.

Aber gestern habe ich mal mit Googles RSS-Reader rumgespielt (ich suche ja immernoch einen guten Online-Reader) und ich muss sagen: So ein mieses Stück Web2.0-Anwendung habe ich selten erlebt. Alles ajaxisch, klar, selbst das Scrollrad an der Maus funzt in der Feedleiste ... toll ... super. Aber das hier ist das Bild, dass sich präsentiert, wenn man diesen RSS-Reader öffnet:

Googles RSS-Reader

Das sieht so aus, als würden willkürlich irgendwelche Feed-Items in die voll ajaxisch scrollbare Schlange gestellt. Keine Anzeige der einzelnen Feeds, wie man es aus anderen Readern gewöhnt ist. Man sieht nicht mit einem Blick, wieviele Items von welchem Feed man schon gelesen hat oder nicht.

Klick man auf 'Your subscribtions' hat man schon eine Feedlistenansicht, die dem Gewohnten näher kommt,


Feedlistenansicht von Googles RSS-Reader


aber man sieht darin immer noch nicht, wieviele Items bereits gelesen sind.

Auch hat es viele schöne Tastenkürzel für sinnvolle Aufgaben, aber das wichtige Kürzel für die ebenfalls abwesende wichtige Funktion "alles gelesen markieren" fehlt.

Man kann Feed-Items nach 'Relevance' sortieren. Wie immer das konkret realisiert sein mag, für mich ist das billige Web 0.9-Technik. Wird es doch wieder nach irgendwelchen Ranking-Algos und linearen Mitteln ermittelt werden und nicht nach meinen Einschätzungen, wie Outfoxed das z.B. erlaubt.

Usabilitologisch gesehen ist der RSS-Reader von Google für mich eine Katastrophe. Dann doch lieber das langsame Bloglines.

RSS-Banner blocken mit Privoxy

22 September 2005
Seit 2 Jahren kommt dieses Thema immer wieder ... wird Zeit mal 'ne Anleitung zu schreiben, wie man diese Quälgeister los wird. Diese Kurzanleitung ist für (K)ubuntu/Debian-User, aber unter Windows und Mac sollte es im Prinzip ähnlich funktionieren.

Um die Sache applikationsübergreifend zu lösen, braucht man einen lokalen Filterproxy wie Privoxy. Ubuntu/Debian-User geben dafür

sudo apt-get install privoxy

ein, User anderer Plattformen laden ihre entsprechende Version von den Sourceforge-Seiten runter und folgen den Installationshinweisen.

Nach der Installation wird Privoxy mit /etc/init.d/privoxy start gestartet (auf Debiansystemen läuft er meist schon nach dem Setup).

Schauen wir uns die Feeds von BoingBoing und Gizmodo mal an. Einmal über die Banner MouseOvern und man sieht, dass die Banner von

http://feeds.gawker.com/~a/bla-bla-blah und
http://feeds.feedburner.com/~a/bla-bla-blah

kommen. Diese Server kann man in die Blockliste von Privoxy eintragen:

sudo vi /etc/privoxy/user.action

... und ans Ende der Datei folgende Zeilen eingeben:
{+block +handle-as-image} feeds.feedburner.com/~a/ feeds.gawker.com/~a/

Falls der Block {+block +handle-as-image} schon in der Datei existiert, einfach die beiden URLs darunter setzen.

Dann Privoxy neu starten (mit sudo /etc/init.d/privoxy restart), im RSS-Reader 127.0.0.1:8118 als Proxy-Server einstellen und BoingBoing&Konsorten werbefrei konsumieren.

ad free boingboing

Vielleicht ausserdem interessant: Bei neilvandyke.org gibt es ein fertiges Regelset, der die meisten Ad-Server bereits beinhaltet. Wer es auf eigene Gefahr ausprobieren und in seine Privoxy-Installation einbinden möchte, lade die neilvandyke.action ins Verzeichnis /etc/privoxy und füge folgende Zeile in /etc/privoxy/config ein: actionsfile neilvandyke (anschließend Privoxy wieder neu-starten)

RSS Autoerkennungslinks

14 September 2005
Ihr kennt ja diese RSS-Autoerkennungslinks im Header verschiedener Weblogsysteme wie z.B.:

<link rel="alternate" type="application/rss+xml" title="RSS-Feed von Alp Uçkan’s Website" href="http://alp-uckan.net/blog/feed/" />

die dafür sorgen sollen, dass RSS-Aggregatoren den Feed einer Seite selbstständig finden. Gestern habe ich diese Links zum ersten Mal genutzt, als ich auf ein neu aufgesetztes KDE-System (mit Kontact, aKregator etc.) mit RSS-Feeds füttern wollte. Der KDE-Browser bringt (wie einige andere browserbasierte RSS-Reader und -Plugins) eine sog. 2-Klick-Abonniermöglichkeit mit.

Effekt der RSS-Autoerkennung bei einigen browserbasierten RSS-Readern

Die RSS-Autoerkennungslinks resultieren bei der Konqueror/aKregator-Kombi also in ein kleines orangenes RSS-Icon am rechten unteren Browserfenster, weches beim Anklicken sämtliche im <head>-Bereich eingepflanzte RSS-Autoerkennunglinks offenbart.

RSS-Icon zeigt alle Feeds der Seite an

Ein Klick auf den entsprechenden Feed und er landet im aKregator (dem KDE-Standard-RSS-Reader). Bequeme Sache eigentlich. Wenn da nicht wieder wir Autoren wären, die einfach die Voreinstellung unserer Blog-Tools so belassen, wie sie sind. Usabilitologisch gesehen gibt es auch hier gute und nervige Arten diese Autoerkennungslinks zu setzen. Was nervt ist z.B. zwischen verschiedenen RSS-Arten ein und desselben Contents auswählen zu müssen. In Zeiten, wo fast alle RSS-Reader sämtlich Formate von 0.91 bis 2.0 und Atom beherrschen, ist diese Formatvielfalt relativ irrelevant (für mich als User).

Per Autoerkennung gar keinen RSS-Feed zu finden und ihn 'per Hand' suchen und Copy&Pasten zu müssen ist noch nerviger. Da habe ich echt 'ne Sekunde gezögert und überlegt, ob es der Content überhaupt wert ist, nach seinem Feed zu suchen. Was auch nicht so elegant ist, ist die Aufteilung in reine Blogeintrags- und Kommentarfeeds. [Bevor einer fragt wieso und warum: Es gibt seit langem schon das wfw:commentRSS-Element und RSS-Reader, die vormachen, wie man dieses Element, welches auch standardmäßig in Wordpress-2.0-Feeds existiert, vernünftig interpretiert]

Bequem sind aber nach Inhalt sortierte Feeds, oder solche, die nur einen einzigen Feed in der Autoerkennung präsentieren.

Auf jedenfall hab ich daraus meine Lehren gezogen und bei meiner Site die alternativen Feedformate aus dem <head>-Bereich entfernt und sie durch contentbezogene Feeds ersetzt.

Contentbezogene Autoerkennungslinks

Dabei sollte man natürlich immer den Hauptfeed an erster Stelle stehen haben, da einige Aggregatoren nur den ersten Autoerkennungslink interpretieren und die restlichen ignorieren.

Ich weiss, dass diese Art der Verwendung des rel="alternate"-Attributs nicht unbedingt W3C-konform im Sinne der Semantik ist. Dort steht nämlich

Alternate

Designates substitute versions for the document in which the link occurs. When used together with the lang attribute, it implies a translated version of the document. When used together with the media attribute, it implies a version designed for a different medium (or media).


W3C, Basic HTML data types, Link types


Alternate beschreibt wohl nur alternative Formate der Seite, in die der Link eingebettet ist. Es ist demnach also nicht korrekt Feeds aufzuführen, die Alternativen zu anderen Contentseiten darstellen. Aber ... pffft ... so obrigkeitshörig und standardverliebt bin ich auch nicht, als dass ich deswegen eine vernünftige Usability-Maßnahme in die Tonne trete. Oder fällt jemandem ein Fallbeispiel ein, bei dem ich und meine Leser deswegen Nachteile haben? Wenn ja, lausche ich interessiert zu. Wenn nicht ... dann wird der Standard halt mal kurz gebäugt.

MonitorThis

06 September 2005
Kleines Helferlein: MonitorThis - mehr darüber bei Pebble Tools.

Ergebnis von MonitorThis

Deutsche Sprachdatei für Gregarius

04 September 2005
Für den RSS-Reader Gregarius gibt es jetzt von Dalibor Wanner eine deutsche Übersetzung, wie ich in den Kommentaren erfahre.

Einfach die de.php ins /intl-Verzeichnis der Gregarius-Installation hochladen und die Config-Variable 'rss.output.lang' unter Admin --> Config auf 'German' setzen.

Operas RSS-Abonnier-Methode

30 August 2005
Gefällt mir, Operas Art einen RSS-Feed zu abonnieren:

Auf das blaue RSS-Icon in der Adresszeile klicken,

auf das blaue RSS-Icon klicken

Subscribe-to-Frage mit 'Yes' beantworten

Frage ob der RSS-Feed abonniert werden soll

... und Feed lesen.

Operas eigener Feed-Reader öffnet den RSS-Feed

Noch'n ajaxischer RSS-Reader

27 August 2005
Tiny Tiny RSS hat noch mehr ajax-mäßiges Verhalten drauf als Gregarius. Scheint aber noch jung und läuft mit PostgreSQL (Demo) (via Weblog Tools Collection)

Webbasierter RSS-Reader: Gregarius

08 August 2005
Gestern bin ich über das Ajaxian-Blog auf den RSS-Reader Gregarius (GPL) gestossen und hab es gleich ausprobiert (Online-Demo von Gregarius).

Gregarius Bildschirmfoto

Gregarius kann alle üblichen RSS-Funktionen, also

  • Feeds anzeigen
  • nach vorgegebenem Intervall (oder nur nach manuellem Anstoß) aktualisieren
  • Feeds bearbeiten/löschen/hinzufügen + OPML-Import/Export
  • Feeds in Ordnern/Verzeichnissen organisieren.
  • Feeds durschsuchen (Volltextsuche)
  • alte Items (ab X Tagen) löschen lassen


... und hat noch ein paar Extrachen wie

  • Tagging (bei Bedarf auch mit Hilfe von Tag-Vorschlägen aus del.icio.us)
  • AJAX-mäßiges Öffnen/Schließen der Ordner auf der Ansichtsseite, sowie Update der Feeds
  • viele Konfig-Möglichkeiten
  • Skins, PlugIn-Schnittstelle, verschiedene Language-Packs (Deutsch fehlt übrigens noch, falls noch jemand Zeit hat)


.. die Gregarius von anderen webbasierten RSS-Readern unterscheidet. Auch hat der Autor hier und da auf einige ergonomische Details geachtet. Nachdem man einen Feed "als gelesen markiert" hat, springt Greagarius direkt zum nächsten ungelesenen Feed, was schonmal flowig rüberkommt.

Ein-Zwei Unstimmigkeiten gab's natürlich auch. So hat der OPML-Import aus meinem Desktop-Reader (aKregator, KDE/Linux) samt Verzeichnisse zwar geklappt, bei Verzeichnissen in Verzeichnissen wurden nur die Verzeichnisnamen etwas durcheinandergebracht (das übergeordnete Verzeichnis hat den Verzeichnisnamen des Unterverzeichnisses erhalten, was manuell einzeln korrigiert werden musste). Aber bei nur einer Verzeichnisebene im OPML sollte es keine Probleme beim Import geben.

Auch die Rewrite-Einstellungen (.htaccess) scheinen bei meinem Hoster nicht zu funzen, aber wer braucht bei einem Online-RSS-Reader schon "schöne URLs"? Also Rewriting ausgeschaltet.

Insgesamt macht Gregarius aber einen guten Eindruck, insbesondere für so eine frühe 0.5'er Version. Ich bin gespannt, wie es sich bis zur 1.0 entwickelt.

Alles was ich sende

01 July 2005
Man kennt das Problem: Da gibt es einen Web-Publisher, der eine Authorität zu einem Wissensgebiet darstellt und der auf mehreren Kanälen sendet. Zuerst kennt man nur sein Weblog, später bemerkt man, dass er auch ein Wiki betreibt, Bookmarklisten und Termine öffentlich verwaltet, Photos ins Netz setzt, seine Buch-Interessen über Amazon-Wunschzettel preisgibt usw. Aber woher soll der interessierte Leser all seinen Output in Form von RSS-Feeds sammeln, wenn der Publisher sie nicht übersichtlich auf einer Site zusammenfasst (was übrigens ziemlich selten der Fall ist)?

Es wäre also praktisch, sämtlichen Output eines Publishers in einer OPML-Liste zu sammeln, die man einfach in seinen RSS-Reader abonnieren kann. Man hätte alle Feeds einer Person einzeln im RSS-Reader und kann bei Bedarf jene Feeds wieder löschen, die man nicht braucht/möchte. Dies wäre um einiges eleganter, als alle Feeds zu einem großen Feed zusammenzufügen (inklusive lästiger Werbung, die einige Services mit in solche Sammel-Feeds packen).

Die Semantiker haben dafür auch schon eine passende Umschreibung: Subscribe to someones brain.

In meinem Fall ist diese OPML-Liste recht simpel. Ich verwalte keine öffentlichen Bookmarklisten, flickre nicht herum, kein iCal, keine Wunschzettel ... nur 3 RSS-Feeds für diese Website, meine Linkperlen und die HCI-Linksammlung, die schnell in eine maschinenlesbare Liste gepackt sind. Die 'Zentrale' für diese Information ist (natürlich) das FOAF-File. Darin werden alle Feeds, die ein Publisher sendet, aufgelistet (zu sehen in meiner FOAF-Datei ab dem Kommentar <!-- RSS feeds -->)

Hat man nun alle Feeds in seiner FOAF-Datei aufgelistet, geht man zu Leigh Dodds Subscribe to my brain-Dienst, trägt dort seine FOAF-URL und den Email Sha1 Hash String (ebenfalls in der FOAF-Datei innerhalb des <foaf:mbox_sha1sum>-Elements zu finden) ein und schon hat man seine entsprechende OPML-Datei, mit allen in der FOAF-Datei eingetragenen Feeds. Dann noch mit 'nem schicken Icon auf diese Liste verlinken (mybrain (alle RSS-Feeds als OPML-Liste)) und der totale semantische Ego-Trip kann ausgestrahlt werden ;-) Achja, Morton Frederiksens FOAF-Explorer stellt die Feeds auch schon hübsch dar (faszinierend, wie schnell er immer solche neuen Sachen in den Explorer integriert)

Und - liebe Blog-Tool-Hersteller - es wird höchste Zeit, dass Blog-Tools auch Möglichkeiten zur Verwaltung von FOAF-Dateien der Autoren bereitstellen, wenn sie denn schon Blogeinträge, Linklisten (oder Sideblogs, wie auch immer) Amazon-, Flickr- und del.isio.us-Feeds integrieren. Damit der RDF-Unerfahrene Publisher solche Infos schnell einfügen kann, ohne mit einem Editor im Code rumhacken zu müssen.

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