Hier entsteht gerade das s9y-Theme "adaptation 2010"
Auf netzpolitik.org ist ein richtig guter Gastbeitrag von Jürgen Kuri erschienen: Mit uns geht die neue Zeit: Von neuen Netzen und alten Ideologien. Parteien und Politikgeschehen interessieren mich nicht so, aber Menschen, Einstellungen und Verhalten, weshalb ich diesen Artikel mehr aus einer philosophischen Perspektive wahrnehme.
Allzu viele der Internet-Versteher und Bewohner des Social-Media-Ghettos, der Online-Freiheitskämpfer und Anti-Internetaudrucker lassen ein Elitedenken erkennen, vor dem einem Angst und Bang werden kann.
Schuldig im Sinne der Anklage. Ich schließe mich da gar nicht aus, habe ich doch oft dieses arrogante Gedankengut mitgetragen und mitverbreitet. Das mag noch harmlos gewesen sein, wenn man sich unter einer kleinen Gruppen von Techies, grinsend gegen die "Nix-Checker" wehrte. Schließlich waren die sich auch lange Zeit nicht zu schade, Urteile über technikaffine Menschen zu fällen, die sie nicht verstehen ("Freak", "Nerd", "Computer-Fritze"). Heute, wo wir "Techies" nicht mehr die schrägen Außenseiter darstellen, wird's Zeit wieder zurückzurudern. Sonst machen wir die selben Fehler wie die, gegen die wir ruderten, sind damit kein bisschen besser, verlieren die Legitimität => werden ebenso lächerlich.
Solche Artikel sind nicht dazu da, auseinandergepflückt zu werden ("Polemik", "keine Argumente" etc.). Man nimmt den wahren Kern mit und denkt weiter, wohin dieses Gedankengut führt.
Mit einer gewissen Arroganz kann man dann auch gleich noch die Demokratie zu einer eher ungeeigneten Staatsform erklären, da der Massengeschmack die Einsicht in die Freiheiten und Notwendigkeiten der neuen Wissens- und Online-Gesellschaft verhindere.
Kleines Update 18:55 Uhr: Passend aus der Rede der Bundeskanzlerin beim 4. Nationalen IT-Gipfel (Hervorhebungen sind von mir):
Es gibt ja inzwischen zum Teil eine fast gespaltene Gesellschaft. Ich habe mich eben gerade sozusagen als Immigrantin mit den Natives der digitalen Welt ablichten lassen, die natürlich ihren eigenen Stolz entwickelt haben. Ich habe gefragt: Wie wird man vom Immigranten zum Native? Es wurde gesagt, es sei so ein Gefühl, das man haben müsse.
Über CSS-Frameworks und deren Für und Wider wird ja aller Orts viel geschrieben. Ich verfolge solche Diskussionen gerne, habe aber eine ganz andere Ansicht dazu: Mach dir dein CSS-Framework selbst!
GetSimple, ein CMS für kleine Projekte, das ohne Datenbank auskommt, hat den Grundsatz Never Use a Warning When you Mean Undo aus dem A List Apart-Artikel (alter Blogeintrag dazu) in seine Artikelverwaltung implementiert.

Diese triviale Funktion, die längst in Web-Applikationen Standard sein sollte, hat mir gestern eine Menge Zeit gerettet, nachdem ich ein paar fehlerhafte "Search&Replace"-Attacken auf alle Artikel losgelassen hatte. Und auch sonst kann ich über GetSimple nur Gutes berichten. Für Projekte mit bis zu 20-30 statischen Artikeln/Seiten ist das Mini-CMS absolut geeignet. Oder mit anderen Worten: Ich habe noch nie so schnell eine kleine Website mit 12 Seiten online bringen können (nachdem die XHTML/CSS-Mockups standen), als mit diesem CMS.
... ist leider auch hier gescheitert. Matthias Versuchsballon fand ich ziemlich interessant als Alternative zu Captchas oder Moderation. Aber seit ich das eingerichtet habe, fange ich mir auch ständig Spam-Kommentare. Sogar welche der ersten Generation (mit vielen Links und Keywords aus dem pharmazeutischen Bereich).
Schade. War eigentlich eine gute Idee.
Ich habe mir die neue Serendipity 1.5 beta 1 installiert und habe noch einige Template-Arbeiten vor mir. Deshalb kann es sein, dass hier mal die nächsten Tage etwas nicht sauber funktioniert.
Der Zeit-Artikel Höfische Gesellschaft 2.0 (via AlltagsGrauen) bringt es an mehreren Stellen auf den Punkt:
Facebook gibt die Regeln vor, nach denen eine Freundschaftsanfrage abgewehrt wird, ein Link gesetzt werden kann oder eine Kontaktaufnahme vollzogen wird. Der Konzern formalisiert damit für über 300 Millionen Nutzer das soziale Leben. Google liefert den Algorithmus für Suchergebnisse, strukturiert Relevanz. Die Enzyklopädie Wikipedia dominiert längst ein Wächterrat, der Einträge zensiert und Qualitätssicherung betreibt. Das Netz ist so umfassend reglementiert wie die Libertinage in Versailles durch rigide Etikette.
Höfische Gesellschaft 2.0 - zeit.de
Continue reading "Soziales Netz 2.0 und seine "freien" Bewohner"
Auf http://www.newtoyork.com/ sieht man ganz am Fuße der Seite folgende warme Begrüßung für Benutzer des Internet Explorers 6:
Hi, if you are coming to this site via Internet Explorer 6, you might not be getting the best experience possible. Honestly, I can't even begin to think about what your entire experience on the internet must be like? (...probably like riding a bike on the highway while cars blow by you on their way to Costco to get gallons of mayonnaise and 60-inch plasma TV's). How will you ever be able to use this website?????? You wont. You're an asshole and your browser is an asshole. So look, I'm going to be honest: I kind of hate you. BUT we c-a-n make this work. Here is what I am going to need you to do: fire up your Toshiba ShitBook© that weighs about 45 pounds, wipe the Cheeto dust off the screen, download Safari, delete Internet Explorer from your computer, punch yourself in the face, and get me a pulled pork sandwich.
http://www.newtoyork.com/
(via Justin Vincent via clipperhouse.com)
Ich kann den Mann ja irgendwie verstehen und ich lache immer noch darüber, während ich das hier blogge. Nicht nur über seine Ausdrucksweise, auch über die technische Umsetzung, mit der er das seinen Besuchern in den RAM schmettert.
Keine User-Agent-Erkennung oder so, um die Ansage wenigstens gezielt nur den IE6-Usern zu präsentieren. Nein, einfach so in den Footer für jeden sichtbar. Dass er XHTML 1.0 strict deklariert und dabei kleine Fehlerchen wie z.B. beim target-Attribut hat, ist dabei nicht mal das schlimmste Problem. Vielleicht sollte er das Layout erst mal auf eine Browserfensterbreite von 1024px ohne horizontalen Scrollbalken optimieren (zumindest im von ihm empfohlenen Browser Safari), bevor er sein M... aufr....
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