So, ich habe erst mal einen feature freeze veranlasst und ein erstes Paket zum Testen geschürt. Wer möchte, kann es gerne ausprobieren und mir sagen, wenn was nicht läuft. Das Aussehen von Plugins, die ich hier nicht installiert habe, interessiert mich z.B.
Download adaptation2010_v0.97.zip
Entpacken, ins /templates-Verzeichnis hochladen und aktivieren. Sollte nach dem Aktivieren des Themes die Plugins-Ansicht nicht so aussehen:
... dann in dem Menüpunkt "Styles verwalten" im Adminbereich folgende Zeile in das leere Feld kopieren und speichern.
left,hide,right,top,leftf,rightf
Danach sollte unter "Plugins verwalten" wie oben aussehen.
Mehr zu diesem Serendipity-Theme: The Rebirth of adaptation
Wie kann man den Komplexitätsgrad im Design einer Website/Web-Anwendung drastisch reduzieren? Diese Frage ist je nach Fall zu beantworten und es gibt oft viele Lösungsmöglichkeiten. Aber eine Methode funktioniert fast immer, denn sie gilt für fast jede Website: Annäherung an das "X mal irgendwas"-Optimum.
Das nackte Theme, das man hier zur Zeit sehen kann, ist die Weiterentwicklung des alten Serendipity-Themes "adaptation". Das neue adaptation 2010 behält weiterhin seine Eigenschaft der Anpassung an die (Client-)Umstände bei, erhält jedoch eine neue Ausrichtung: Es wird zu einem alternativen Standard-Template.
Beim Gerrit läuft gerade eine kleine Klopperei, weil er eine neue Schriftart per @font-face in seine Site eingebunden hat. Kurz zuvor flog auch ein Knüppel in meine Richtung, weil ich hier schon seit längerem damit herumexperimentiere.
Der Grund für die Meinungsverschiedenheiten in den Kommentaren ist, ganz platt ausgedrückt, dass die Schriftarten nur unter Mac OS X oder Windows mit ClearType-Glättung oder GDI++ lesbar aussehen; für alle anderen Konstellationen ist das Schriftbild nur noch pita (korrigiert mich, wenn ich was übersehe). Bei Gerrit wird man auch fündig, was die technischen Hintergründe hierfür angeht (siehe Verwirrende Webfont-Situation – und keine Komplexitätsreduktion in Sicht! und Windows-Fontrendering killt Webfont-Fließtext)
Man erkennt wieder die selben (dualistischen) Lager, die in derlei technischen Diskussionen entstehen: Die "Berücksichtige doch bitte alle Systeme (vor allem meins), auch wenn sie alt und uncool sind" gegen die "Wollen wir nicht, es ist Zeit für den Fortschritt"-Fraktion. Ich will keinem dieser Lager angehören, will aber auch nicht, dass jemand meine Site unlesbar findet (egal unter welchem System/Browser/Schriftglättung). Deshalb stelle ich hier die font-face-Ausgabe jetzt auf Nur-Mac-Systeme um. Alle anderen kriegen die Old-School-Schriften ('Georgia', Bitsream Vera Serif', 'Arial') zu sehen. Macianer sollten jetzt folgende Startseite sehen:
Sollte irgendwas immernoch nicht lesbar sein, freue ich mich über einen Hinweis.
Das fapulous framework, von dem ich unter "Das eigene CSS-Framework" berichtete, ist heute online gegangen.
Auf netzpolitik.org ist ein richtig guter Gastbeitrag von Jürgen Kuri erschienen: Mit uns geht die neue Zeit: Von neuen Netzen und alten Ideologien. Parteien und Politikgeschehen interessieren mich nicht so, aber Menschen, Einstellungen und Verhalten, weshalb ich diesen Artikel mehr aus einer philosophischen Perspektive wahrnehme.
Allzu viele der Internet-Versteher und Bewohner des Social-Media-Ghettos, der Online-Freiheitskämpfer und Anti-Internetaudrucker lassen ein Elitedenken erkennen, vor dem einem Angst und Bang werden kann.
Schuldig im Sinne der Anklage. Ich schließe mich da gar nicht aus, habe ich doch oft dieses arrogante Gedankengut mitgetragen und mitverbreitet. Das mag noch harmlos gewesen sein, wenn man sich unter einer kleinen Gruppen von Techies, grinsend gegen die "Nix-Checker" wehrte. Schließlich waren die sich auch lange Zeit nicht zu schade, Urteile über technikaffine Menschen zu fällen, die sie nicht verstehen ("Freak", "Nerd", "Computer-Fritze"). Heute, wo wir "Techies" nicht mehr die schrägen Außenseiter darstellen, wird's Zeit wieder zurückzurudern. Sonst machen wir die selben Fehler wie die, gegen die wir ruderten, sind damit kein bisschen besser, verlieren die Legitimität => werden ebenso lächerlich.
Solche Artikel sind nicht dazu da, auseinandergepflückt zu werden ("Polemik", "keine Argumente" etc.). Man nimmt den wahren Kern mit und denkt weiter, wohin dieses Gedankengut führt.
Mit einer gewissen Arroganz kann man dann auch gleich noch die Demokratie zu einer eher ungeeigneten Staatsform erklären, da der Massengeschmack die Einsicht in die Freiheiten und Notwendigkeiten der neuen Wissens- und Online-Gesellschaft verhindere.
Kleines Update 18:55 Uhr: Passend aus der Rede der Bundeskanzlerin beim 4. Nationalen IT-Gipfel (Hervorhebungen sind von mir):
Es gibt ja inzwischen zum Teil eine fast gespaltene Gesellschaft. Ich habe mich eben gerade sozusagen als Immigrantin mit den Natives der digitalen Welt ablichten lassen, die natürlich ihren eigenen Stolz entwickelt haben. Ich habe gefragt: Wie wird man vom Immigranten zum Native? Es wurde gesagt, es sei so ein Gefühl, das man haben müsse.
Über CSS-Frameworks und deren Für und Wider wird ja aller Orts viel geschrieben. Ich verfolge solche Diskussionen gerne, habe aber eine ganz andere Ansicht dazu: Mach dir dein CSS-Framework selbst!
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