Als Linux-User registrieren

31 January 2006
Ich dachte, das gäbe es nur bei Win/Mac-Usern, dabei können sich auch Linux-User seit Äonen schon bei The Linux Counter registrieren (via Penguins). Wozu man das machen sollte, kann jeder selbst entscheiden.

Für Autoren, die eine Linux-Erfolgsstory schreiben wollen, könnten die Statistiken nützlich sein. Ausserdem sind se kürzlich valide geworden und könnten einen Fassadenverschönerer brauchen, falls jemand üben möchte.

Gommt Goobuntu?

31 January 2006
Arbeitet der Suchmaschinenhersteller Google wirklich an einem Ubuntu-Abkömmling ("Goobuntu"), wie the register berichtet? Ich kann nichts über den Wahrheitsgehalt dieser Meldung sagen. Aber andererseits würde es schon passen.

Nur, wenn dem so ist, was halten wir von einem Betriebssystem vom neugierigen Google? Auch wenn's weiterhin Open Source bleibt. Auch wenn Ubuntu davon profitieren könnte. Möchte ich wirklich, dass die marktbeherrschende Suchmaschine und das Betriebssystem von einem (mächtigen) Hersteller kommen? Das würde ich mir vor der Installation jedenfalls goot überlegen ...

Update: Yo, das ist ein Hoax. The register hat gelabert.

Spiel dein eigenes Spiel. Nicht deren!

30 January 2006
Da sagt der Don mal was Wahres:
Die Kriterien gehen mir am Arsch vorbei, weil es weder Kriterien der Relevanz sind, wie sie behaupten, noch relevante Kriterien. Da draussen kennt keiner die Regeln, sie wissen noch nicht mal, dass sie existieren. Es ist kein downgegradeter Journalismus, es ist keine unverständliche Medienrevolution oder ein zwingendes Massenmedium. Es ist eine Kultur, hört ihr das? - Kultur ohne Vergangenheit, es gibt keine zentrale Instanz, es gibt keine Deutungshoheit und keinen Zwang und keine Auflagenerwartung. Alles kann, nichts muss.
Ich kann es nicht mehr hören, Blogs! Buch Blog


1:0 für Webstandards, mal wieder

30 January 2006
Diva hat ja zur Zeit ihre KDE-Welpen, deshalb fangen die ersten Interessenten langsam an, sich bei uns zu melden oder gleich vorbei zu kommen. Besonders schön ist es dann zu hören, dass jemand seit Jahren Stammkunde bei einem anderen Züchter ist und jetzt zum ersten Mal zu uns kommt. Und der Grund: "Die Website [des bisherigen Züchters] ging irgendwie nicht. Da soll man Netscape oder so installieren".

Unsere Seiten stellen keine solchen Ansprüche. So einfach ist das manchmal ...

Auflegtöne

26 January 2006
Die Klingelton-Kultur entwickelt sich weiter, bald kann man auch überall so genannte Endtones runterladen. Fetzige Jingles fürs Gesprächsende. Voll endgeil, ej.

Ich warte auf die akustischen Äquivalente von Smileys. Z.B. tröstende "oooooh"s in Teletubbiestimme. Die schickt man dann z.B. per Tastendruck rüber, wenn man nicht richtig gelernt hat, seine Gefühle auszudrücken. Oder Froschstimmenlacher, die du deinem Gesprächspartner aufs Trommelfell knallen kannst, wenn der einen guten Witz macht.

Supportfehlerendlosschleife

26 January 2006
Windows Fehlermeldung

Spionagebestätigung

22 January 2006

Der Kläger des Verfahrens war als Systemadministrator bei einem Versicherungskonzern langjährig beschäftigt gewesen. In dieser Eigenschaft war ihm der Zugriff auf den Mail-Verkehr im Unternehmen zwar technisch möglich, arbeitsrechtlich jedoch untersagt. Trotzdem hatte er aus Anlass eines Streits drei E-Mails seiner Vorgesetzten unbefugt gelesen und dieses nach anfänglichem Leugnen auch eingestanden. Aufgefallen war seine Handlung durch das versehentliche Auslösen einer Lesebestätigung.


heise news: Unberechtigter Zugriff auf E-Mail rechtfertigt fristlose Kündigung eines Admins


... zum Totlachen. Ich nehme mal an, dass dieser "Admin" noch nie in die Einstellungen seines Email-Clients geguckt hat, oder aber den Punkt mit der Behandlung von Sendebstätigungen nie ernst genommen hat, oder einfach ... ein mieses Emailprogramm benutzt, welches gar nicht richtig mit Sendebestätigungen umgehen kann. Das alleine hätte doch schon eine Kündigung wegen Inkompetenz gerechtfertigt.

Tribute to KDE

20 January 2006
KDE-Logo

Das K Desktop Environment (kurz: KDE) ist einer der beliebtesten grafischen Oberflächen für das Betriebssystem Linux. Im Gegensatz zu Windows, kann man unter Linux zwischen mehreren grafischen Oberflächen (wie KDE, Gnome, XFCE, Fluxbox etc.) wählen. KDE ist bei den meisten Distributionen vorausgewählt und laut einer aktuellen Aussage des ersten Linux-Alpha-Tieres überhaupt die Oberfläche der Wahl.

Aber KDE bietet mehr als nur die grafische Oberfläche mit ihren Funktionsbibliotheken; es kommt mit einem Haufen KDE-Programmen daher, die neben ihrer Funktionalität auch noch die Eigenschaft der "Freiheit" in sich tragen. Heisst, du kannst mit KDE-Software Sachen anstellen, die du mit Windows- oder Mac-Software nicht darfst. Hier ein paar KDE-Programme:

  • Kopete ist ein instant messenger (umgangssprachlich: Chat-Programm), der viele Chat-Dienste wie den Internet Standard Jabber oder IRC, aber auch proprietäre Dienste wie ICQ, MSN oder Yahoos Chat-Dienste unterstützt.
  • Konqueror ist der KDE-Dateimanager. Es verwaltet Daten auf der Festplatte, zeigt Dateinhalte an und lässt sich auch als WWW-Browser einsetzen. Eine Art Multi-Funktionstool, an dem man als KDE-Benutzer nicht vorbeikommt.
  • Krita ist ein Grafikbearbeitungs- und Malprogramm, dass im Rahmen des KOffice-Projektes (Bürosoftwaresammlung für KDE) entwickelt wird.
  • Klickety ist ein Produktivitätskiller in Form eines einfachen Spiels. Dabei klickt man alle Felder weg, die mindestens ein benachbartes Feld in der selben Farbe haben. Ziel ist, alle Felder in kürzester Zeit zu eliminieren. Wer will, kann sich dabei auch weltweit mit den Besten messen.
  • Die Sicherheit eines Systems steht und fällt mit seiner Aktualität. Viele Linuxianer verwenden apt-get, um ihr System aktuell zu halten. apt-get ist ein Kommandozeilenprogramm, dass heisst, man muss Befehle in eine Konsole eingeben, um es zu bedienen. Da das nicht jedermanns Sache ist, wurden für apt-get grafische Oberflächen geschrieben. Kynaptic ist eine solche Oberfläche für apt-get.
  • Es gibt viele Videoprogramme, aber nicht jedes kann alle Videoformate abspielen. Kaffeine ist ein Musik- und Videoplayer, der auf andere Player (standardmäßig xine) zurückgreift, um möglichst viele Videoformate unter einer Oberfläche abspielen zu können.
  • Kopier- und Verschiebarbeiten sind komfortabler zu verrichten, wenn Quelle und Ziel immer sichtbar sind. Bei solchen Dateimanagern spricht man von einer 2-Panel-Ansicht. Krusader ist so ein Dateimanager und immitiert teilweise den beliebten DOS-Klassiker "Norton Commander", kann aber heute mehr, wie zum Beispiel auf FTP-/SSH-Resourcen oder Windows-Freigaben zugreifen.


Nun, für viele meiner Leser sind das triviale, wohlbekannte Dinge. Also warum schreibe ich das heute? Im Hause Superflys hat Diva gestern 7 prächtige Welpen bekommen. Es ist der K-Wurf. Nach Züchtertradition müssen die Welpennamen dieses Wurfes mit einem 'K' beginnen. Und diese Liste sind die Namen der Welpen.

Social WG-Software

19 January 2006
Oh ja, das nenne ich doch mal echte social software: ioweyou.

WG-Bewohner verwalten darin ihre gemeinsamen Ausgaben und Cash-Transfers untereinander und ioweyou hält genau Buch über die Verteilung der Kosten. Am Ende eines Zahlungszykluses sieht man dann, wer wem noch wieviel schuldet (inklusive Einzelkostenabrechnung).

Eigentlich ganz banal. Aber ich versuche mir gerade vorzustellen, wieviel solche Datensätze wohl wert wären ...

Kopfschüttel-RSS

18 January 2006
Junge, junge, da kriegt man den Mund vor lauter Staunen gar nicht mehr zu:

To sum up, the "photocasting" feature centers around a single undocumented extension element in a namespace that doesn't need to be declared. iPhoto 6 doesn't understand the first thing about HTTP, the first thing about XML, or the first thing about RSS. It ignores features of HTTP that Netscape 4 supported in 1996, and mis-implements features of XML that Microsoft got right in 1997. It ignores 95% of RSS and Atom and gets most of the remaining 5% wrong.


Unofficial documentation of iPhoto 6.0 photocasting feeds, Mark Pilgrim


Ausgegangen ist das Ganze von Dave Winer, der wohl ziemlich den Kopf über die Feeds geschüttelt haben muss. Später gab's eine Kopfschüttel-Diskussion bei Sitepoint, die auch bei Sam Ruby weiterging. Dort ist dem Mark das erste mal fast der Kopf vor lauter Schütteln abgefallen und heute gibt es die oben verlinkten Details.

Business Blogging Weeks Flashback

16 January 2006
Ich wollte nur mal kurz anmerken, dass ich ganz aufgeregt bin, weil diesen Monat mein Beitritt in die Top100-Business-Blogger-Liste bearbeitet wird (Web- und IT-Service Uçkan und Herr Stromberg kommentierten dies bereits).

Ich bin voll positiver Erwartungsfreude, denn immerhin und Dank Herrn Kniebes werden die Business Blogging Weeks als die "Business Idee" des Jahres "2005" in die Internet-Geschichtsbücher eingehen.

Business Idee 2005 bei Google

Link zu Google

(im Vergleich dazu siehe vor 6 Tagen)

e-Portfolios mit FOAF und Atom

16 January 2006
Interessant für Online-Lerner (aber auch Webstandards-verkaufende Webworker) sind solche Projekte wie Creating e-Portfolios using Atom and FOAF und das proof-of-concept dazu. Dabei werden verschiedene Feeds (Interessen, Ziele, erreichte Ziele, Folio, Kompetenzen etc.) zusammengefasst und über FOAF einer Person zugeordnet.

Elgg Learning Landscape (eine Open Source Lernumgebung mit allen möglichen Web2.0-Features) scheint diese Art e-Portfolios bereits integriert zu haben. Sollte ich bei genügend Zeit mal auf dem Testrechner ausprobieren.

Mehr Material zum Thema e-Portfolio findet man unter den 'Interests' von Dave Tosh, einem der Elgg-Entwickler.

Meister oder Mechaniker?

16 January 2006
Als ich von der neuen Reihe von "Vorsprung durch Webstandards" las, kam mir automatisch ein alter Artikel aus evolt.org in den Sinn: Web Mechanics or Web Masters?


For me, when I hear a mechanic start telling me about all the stuff wrong with my car, I just start hiding my wallet. His recognition of failure in others does little to calm me, or to impress me.




Dass die meisten Websites nicht so modern und standard-treu sind, wie unsere XHTML-Blog-Templates, hat einen einfachen Grund:


Web sites - like our well-oiled vehicular carriages - are complex beasts, and it takes complex people with complex skills to tame them. Many clients simply don't have the budget for perfection.



WMF-Lücke auch unter Wine

16 January 2006
Die WMF-Lücke existiert auch unter dem Windows-Programmausführer Wine unter Linux/FreeBSD, wie zdnet berichtet hat. Der Codefix war am gleichen Tag im winhq-CVS verfügbar. Zwar ist es unwahrscheinlich, dass Linux-User mit dem MSIE unter Wine durch die Gegend surfen, ein Update wäre trotzdem ganz angebracht.

Wer checken will, ob er sich bereits etwas eingefangen hat, kann unter Linux den Open Source Scanner ClamAV oder sein Windows-Derivat ClamWin einsetzen.

ClamWin catcht WMF-Biest

Sparsames AJAX

14 January 2006
ajaxian.com verweist auf ein Beispiel für sehr sinnvollen Einsatz von AJAX-Techniken: auf den Liveticker der Macworld in San Francisco vor 4 Tagen.

Anstatt den Web-Usern das ständige Neu-Laden der Seite zu überlassen, wurden neue Zeilen von selbst alle 60 Sekunden ausgeliefert. Die Bandbreitenersparniss dieser Maßnahme soll enorm gewesen sein: 32 statt der üblichen 196 GB an Datentraffic sind dabei angefallen.

Was ist 'böse' Software?

14 January 2006
Sehr schöner Kommentar von Jürgen Schmidt zu Rootkits (Hervorhebung von mir):

Wie man es auch dreht und wendet: Software ist ein Werkzeug, das sich zunächst einer moralischen Bewertung entzieht. Für die trotzdem notwendige Unterscheidung zwischen legitimer Software und Malware bleibt letztlich nur ein Kriterium: das Einverständnis des Anwenders. Wer Software mit speziellen Funktionen installiert, ohne die ausdrückliche Zustimmung desjenigen einzuholen, der für ein System verantwortlich ist, hat sich auf die Seite der Bösen geschlagen.


Heise Security, Der Patch heiligt die Mittel


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