FOAF Einsteigerartikel

19 July 2005
Es war wieder an der Zeit ... wer soviel "FOAF" sagt, muss auch was dazu erklären. Deshalb gibt's jetzt in guter alter "Was ist RSS-Artikel"-Manier auch einen Was ist FOAF-Artikel, gespickt mit einer Menge Links. Einsteigerfreundlich (hoffentlich), so wenig technische Terminologie, wie möglich.

Foafatare

18 July 2005
Da die Sache mit den Gravataren ja gestorben zu sein scheint, hab ich heute ein Wordpress-Plugin gebastelt, welches aus der hinterlassenen Website-URL des Kommentators das in der FOAF-Datei hinterlegte Bildchen bezieht und anzeigt, sofern eine FOAF-Autoerkennungszeile eingebaut ist (siehe auch Besser als Gravatare ...).

Der Code ist noch recht simpel (kein RDF-Parser, nur ein paar reguläre Ausdrücke) und muss noch von mir ausgetestet werden, bevor ich es zur Verfügung stelle.

Wer noch keine FOAF-Datei von sich hat, kann ja mit dem FOAF-a-Matic anfangen ...

Foafscape - ein RDF/FOAF-Browser

17 July 2005
Foafscape ist ein knapp 15 MB großes Java-Paket, welches RDF- und insbesondere FOAF-Datenstrukturen visualisieren kann. In die Adresszeile gibt man einfach eine FOAF-URL ein und alle Bekannten werden mittels verschiedener Graphen (3 Arten stehen in der FOAF-Perspektive zur Auswahl) vernetzt dargestellt. Klickt man mit der rechten Maustaste auf einen der Bekannten und wählt "As new graph",

Foafscape Bildschirmfoto 1

... so wird dessen FOAF-Datei eingelesen und seine Bekannten ebenfalls graphisch dargestellt.

Foafscape Bildschirmfoto 2

Ein Doppelklick auf eine Person zeigt beide Beziehungsgeflechte in einer Ansicht:

Foafscape Bildschirmfoto 3

Foafscape ist noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase (alpha 0.2), man kann aber jetzt schon mit den Augen einer Maschine (soziale) Netzwerke auf FOAF-Basis durchstöbern.

Besser als Gravatare ...

10 July 2005
... ist ja wohl die Idee, das Bildchen des Kommentators aus seiner FOAF-Datei zu beziehen, wie es das Blogsystem von Gregory Williams (letzter Paragraph im Abschnitt "Comments and Privacy") macht (Beispielblogeintrag).

Haustiere im semantischen Netz

08 July 2005
Mit FOAF beschreibt man Metadaten für Menschen und ihre Beziehungen untereinander; für Haustiere gibt es seit etwas mehr als einem Jahr das Pet Profile von Danny Ayers. Ich hatte damals schon eine Datei für Diva erstellt, heute kam Ufos dazu. Seit letztem Jahr gibt es auch ein neues Element: <hasID>. Ich habe diesem Element die (weltweit eindeutige) Mikrochipnummer, die jetzt alle Haustiere bekommen, verpasst.

In der Quellcodeansicht der beiden Pet Profile-Seiten (die übrigens zu cool für den IE sind) sieht man das derzeit noch übersichtliche Vokabular für Haustiere. Erstellen kann man Pet-Dateien mit dem Pet-a-Matic. Wie man sie mit seiner FOAF-Datei verknüpft und auf seinem Webserver hostet, verrät die Seite How to put your pet on the Semantic Web.


Internet-Radio hören unter Linux mit Streamtuner

06 July 2005
Ich höre gerne Internet-Radio. Dafür rief ich bisher immer die entsprechenden Radio-Seiten auf, um mich dann zum Stream durchzuhangeln. Das ist in einigen Fällen kein Problem, manchmal aber schon. Jam FM, zum Beispiel, setzt einem ein Flash-Intro vor, skaliert meinen Browser per JavaScript immer wieder zur Vollbildansicht (*grrr*) und präsentiert die entsprechenden Streams in einem Popup-Fenster.

Also wollte ich mal ein paar Tools ausprobieren. Um keinen langen Testbericht daraus zu machen: Streamtuner lieferte am schnellsten ein brauchbares Ergebnis, wenn man bereits XMMS und Streamripper auf der Platte hat. Ist ein Tool der Sorte "installieren, starten, loslegen".

Man erhält nach der Installation einen gut geordneten Streamverzeichnis-Browser, der bez. Auffindbarkeit und Bedienbarkeit kaum Wünsche offen lässt.


Bildschirmfoto vom Streamtuner

Alles was ich sende

01 July 2005
Man kennt das Problem: Da gibt es einen Web-Publisher, der eine Authorität zu einem Wissensgebiet darstellt und der auf mehreren Kanälen sendet. Zuerst kennt man nur sein Weblog, später bemerkt man, dass er auch ein Wiki betreibt, Bookmarklisten und Termine öffentlich verwaltet, Photos ins Netz setzt, seine Buch-Interessen über Amazon-Wunschzettel preisgibt usw. Aber woher soll der interessierte Leser all seinen Output in Form von RSS-Feeds sammeln, wenn der Publisher sie nicht übersichtlich auf einer Site zusammenfasst (was übrigens ziemlich selten der Fall ist)?

Es wäre also praktisch, sämtlichen Output eines Publishers in einer OPML-Liste zu sammeln, die man einfach in seinen RSS-Reader abonnieren kann. Man hätte alle Feeds einer Person einzeln im RSS-Reader und kann bei Bedarf jene Feeds wieder löschen, die man nicht braucht/möchte. Dies wäre um einiges eleganter, als alle Feeds zu einem großen Feed zusammenzufügen (inklusive lästiger Werbung, die einige Services mit in solche Sammel-Feeds packen).

Die Semantiker haben dafür auch schon eine passende Umschreibung: Subscribe to someones brain.

In meinem Fall ist diese OPML-Liste recht simpel. Ich verwalte keine öffentlichen Bookmarklisten, flickre nicht herum, kein iCal, keine Wunschzettel ... nur 3 RSS-Feeds für diese Website, meine Linkperlen und die HCI-Linksammlung, die schnell in eine maschinenlesbare Liste gepackt sind. Die 'Zentrale' für diese Information ist (natürlich) das FOAF-File. Darin werden alle Feeds, die ein Publisher sendet, aufgelistet (zu sehen in meiner FOAF-Datei ab dem Kommentar <!-- RSS feeds -->)

Hat man nun alle Feeds in seiner FOAF-Datei aufgelistet, geht man zu Leigh Dodds Subscribe to my brain-Dienst, trägt dort seine FOAF-URL und den Email Sha1 Hash String (ebenfalls in der FOAF-Datei innerhalb des <foaf:mbox_sha1sum>-Elements zu finden) ein und schon hat man seine entsprechende OPML-Datei, mit allen in der FOAF-Datei eingetragenen Feeds. Dann noch mit 'nem schicken Icon auf diese Liste verlinken (mybrain (alle RSS-Feeds als OPML-Liste)) und der totale semantische Ego-Trip kann ausgestrahlt werden ;-) Achja, Morton Frederiksens FOAF-Explorer stellt die Feeds auch schon hübsch dar (faszinierend, wie schnell er immer solche neuen Sachen in den Explorer integriert)

Und - liebe Blog-Tool-Hersteller - es wird höchste Zeit, dass Blog-Tools auch Möglichkeiten zur Verwaltung von FOAF-Dateien der Autoren bereitstellen, wenn sie denn schon Blogeinträge, Linklisten (oder Sideblogs, wie auch immer) Amazon-, Flickr- und del.isio.us-Feeds integrieren. Damit der RDF-Unerfahrene Publisher solche Infos schnell einfügen kann, ohne mit einem Editor im Code rumhacken zu müssen.

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