Entries from June 2005
Diese für die Fliege ungefährliche Technik erfodert einiges an Training und Reaktionsgeschwindigkeit. Dabei wird die anschwirrende Fliege im freien Flug mit der Hand gefangen (aufpassen, dabei nicht zerquetschen!) und aus dem Fenster wieder freigelassen. Bei dieser Methode besteht ein kleines Risiko, dass die Fliege in die umgekehrte Richtung wieder durchs Fenster in den Raum zurückfliegt und dadurch ein erneutes Einfangen notwendig macht.
Ist im Prinzip die selbe Technik, nur mit 2 Händen. Man versucht, die ansurrende Fliege mit 2 Händen zu erwischen (kann komisch aussehen). Bekanntlich haben Stubenfliegen schnelle Reaktionen und vermögen in letzter Sekunde auszuweichen. Die zweite Hand kann dabei helfen, die möglichen Ausweichvektoren der Fliege zu reduzieren.
Diese Variante ist für nicht-fliegende irgendwo-hockende Fliegen geeignet. Erfahrungsgemäß kann man sich mit einer sehr sehr laaangsamen Handbewegung (in Scharping-Slow-Motion) bis zu 10 cm an die Fliege annähern. Wenn die Fliege sich putzt, kann man näher ran. Hört sie mit dem Putzen auf, hat sie wahrscheinlich die annähernde Hand schon bemerkt und es ist Zeit zum Zuschnappen.
Diese Technik ist inspiriert von Meister Miyagi aus den 80er-Jahre Karate-Kid-Filmen und stellt die höchste Entwicklungsstufe der Catch & Release-Technik dar. Die Fliege wird hierbei mit asiatischen Essstäbchen gefangen ohne sie dabei zu zerdrücken. Die Schwierigkeit dieser Methode ist enorm und kann ungeduldige Anfänger zu Weilen frustieren. Es ist die Technik mit der geringsten Erfolgswahrscheinlichkeit, erzeugt aber beim Zuschauer enormen Eindruck. Dem Autor dieser Zeilen ist es nur 3-4 Mal im Leben gelungen, eine Fliege mit dieser Technik zu fangen, allerdings nur in der Catch & Kill-Variante.
Eine Technik, die ich von einem türkischen Meister in Izmir lernen durfte. Die Fliege wird mit einer Hand gefangen (dabei nicht zerquetscht) und mit Wucht auf den Boden geschmissen. Meist bleibt die Fliege K.O. auf dem Boden liegen. Es sind aber auch Fälle beobachtet worden, in denen die Fliege benommen aufstand und weiterflog.
Eine Ausnahmevariante, die nur bei kopulierenden Fliegenpäärchen angewendet werden kann und für Anfänger eine gute Einstiegsübung darstellt. Allerdings tritt dieser Fall eher selten auf. Zwei sich umschwirrende und/oder kopulierende Fliegen sind efahrungsgemäß weniger aufmerksam. Eine von ihnen (oder auch manchmal beide) lassen sich einfacher mit der Hand fangen, wenn sie gerade im Liebestaumel sind.
Sitzt eine Fliege auf Brust- oder Kopfhöhe auf einer Gardine, nähert man sich duckend der Gardine von unten, packt die Gardine mit beiden Händen 10 cm links und rechts von der Fliege und 'faltet' sie einfach über den Gegner. Dabei reicht eine langsame Faltbewegung aus, die Fliege bleibt meist auf der Gardine sitzen, auch wenn sie sich leicht bewegt. Eine schnelle Faltbewegung könnte die Fliege eher verscheuchen. Eine recht erfolgsträchtige Technik. Dann Fenster auf und die Gardine samt Fliege draussen ausschütteln.
Positioniert sich die Fliege so, dass die Gardine sich zwischen Fliege und Kungfu-Kämpfer befindet, kann man sich mit der Hand bis zur Gardine annähern. Fliegen bemerken schlecht, was sich hinter einer Gardine abspielt.
Wenn die oben genannten Techniken nicht funktionieren oder das Aggressionslevel des Kämpfers sehr hoch ist, kann man das T-Shirt (oder auch ärmellose Tops) als Fernwaffe einsetzen. T-Shirt ausziehen (dabei komische Blicke der Kollegen einfach ignorieren) und am schwereren Ende leicht mit Wasser anfeuchten. Sollte kein Wasser zur Verfügung stehen, tut's auch extrem viel Spucke von 3-4 Kollegen. T-Shirt am anderen (trockenen) Ende in die Faust ballen und das feuchte Ende peitschenartig nach der Fliege schnappen lassen. Funktioniert nach gewissem Präzisiontraining fast genauso gut wie die Gardinen-Technik, geht aber meist tötlich für die Fliege aus und sollte daher nur im Extremfall (wenig Zeit, sehr viele Gegner etc.) eingesetzt werden.
[Update]Auch bei der Fliege lässt die Reaktionsgeschwindigkeit allmählich nach, wenn sie nur lange genug gejagt wird (so 15-20 Minuten ohne Unterbrechung). Anfänger könnten also wahlweise vor jeder Technik den Gegner erst mal bis zur Erschöpfung treiben, bevor sie zum entscheidenden Schlag ausholen.
... und noch ne Technik.
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