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Ubuntu 5.04 Hoary Hedgehog

Ich habe letztes Jahr, Ende Oktober, Ubuntu Linux installiert und war beindruckt, weil es wirklich so stabil, nutzerfreundlich und leicht wartbar war, wie die Macher anpreisen. Seit dem arbeite eigentlich nur noch unter Ubuntu. Letzten Freitag erschein Ubuntu 5.04 und es war gemäß Upgradeanleitung ratz-fatz auf'm Rechner. Ubuntu basiert auf Debian und beinhaltet auch den apt-installer, ein Kommandozeilen-Tool, mit dem sich die Linux-Installation sehr bequem aktuell halten lässt. Im neuen Hoary Hedgehog-Release gibt es, neben Synaptic, erstmals einen update-manager (und update-notifier), eine Gnome-Oberfläche für apt, die die Aktualisierungen auf wenige Klicks reduziert. Dass jede PC-Hardware, eingeschlossen der DSL-Router, auf Anhieb und ohne weitere Konfiguration lief, brauch ich wohl nicht zu erwähnen. Auch die angeschlossene Digicam wird sofort als austauschbares Medium erkannt und mit einem Icon auf dem Desktop eingebunden. Ubuntu hat standardmäßig Gnome 2.10 als GUI, was einen aber nicht davon abhält, per sudo apt-get install kde auch KDE 3.4 zu installieren oder gleich Kubuntu (Ubuntu mit KDE) runterzuladen. Ich lebe gut mit Gnome, brauche aber manche KDE-Applikationen, wie das liebgewonnene Kate (mit dem ich auch das letzte Redesign dieser Seiten gemacht habe) oder ein paar andere kleine Helferlinge. Selten stürzt mal eine Software ab, und wenn, dann nur die Applikation, nie das ganze System. Auch wenn man, wie ich, 9 andere inoffizielle apt-Quellen einpflegt und jedes Stück Software ausprobiert, das nach etwas klingt ;-) Alles in allem ist der Ubuntu-Hype nicht umsonst. Es hat wirklich das Zeug zu dem Desktop-Linux, von dem seit Jahren geträumt wird. Das neue Hoary läuft sogar stabiler und flüssiger, habe ich den Eindruck. Auf jedenfall gibt's keinen Grund mehr, Windows zu booten. Naja, einen Grund habe ich noch ... ich habe die 3 MSIE-Versionen noch nicht unter Wine zum Laufen gebracht, da müsste ich mich nochmal reinknien. Auf jedenfall fühlt man sich mit Firestarter als Desktop-Paketfilter, Prixovy als Web-Filter und einem Virenscanner (es gibt ja da noch die Windows-Partition ;-) und die verseuchten Emails) ein wenig sicherer. Da Ubuntu sowieso für den Desktop konzipiert ist, werden beim Hochfahren kaum Services gestartet, die nach außen horchen, las ich mal irgendwo. Nach knapp einem halben Jahr Erfahrung mit dieser Distribution kann ich nun zum Umstieg von Windows auf Ubuntu raten. Ich werde jetzt auch aufhören in meinem Freundes- und Kundenkreis Support für Windows-Problemchen zu leisten. Wenn ab jetzt jemand sein Windows nicht mehr hochfahren kann oder damit nicht mehr ins Netz kommt, dem klatsche ich das neue Ubuntu auf die Platte und gut iss ;-) Außerdem ist die deutschsprachige Community sehr hilfsbereit und ziemlich fleissig, was die Dokumentationen im Wiki angeht. Nachtrag: Matthew Thomas, Interface Designer bei Canonical (der Firma hinter Ubuntu) hat ein Ubuntu-Review aus User-Sicht geschrieben: My first 48 hours enduring Ubuntu 5.04. Er hat übrigens auch schon am Wordpress User Interface gearbeitet, wie ich von wordlog.com erfahre ...

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