Registrierung nur für Mailinglisten

21 September 2004
Nein, in diesem Blog läuft eigentlich keine Privacy-Themenwoche, aber hier wieder ein Artikel gegen Online-Registrierungen (Quelle: webword.com). Vor allem, wenn es dazu dient eine Barriere vor Content, alte Archive und der Möglichkeit zu kommentieren, zu stellen. Einzig die Registrierung im Falle des Beitritts in eine Mailingliste sieht der Autor als legitim (wegen der Spam-Problematik).

Und warum macht - vor allem hier zu Lande - die Old Media so'n Mist?

You get the sense that the more popular a publication becomes online, the more money it must be losing, hence the barriers.

Registration? For What? John C. Dvorak, 16.09.2004



Da ist se wieder, die Motivation Gedankeninfektion für viel Blödsinn: möglicher entgangener Gewinn. Das läuft dann in den Köpfen so ab: eines schönen Sommertags legt man sich mit dem Grashalm im Mundwinkel auf die Wiese und träumt davon, wieviele Reichtümer einem doch zustünden, wenn auch nur die Welt da draußen das so sehen würde. Dann steht man auf und geht ins Büro und sieht nur noch Minusbeträge, die einem am laufenden Band zu entgehen scheinen.
Ihr wisst ja, aus der selben Gedankeninfektion heraus zerrt die Musikindustrie schon seit längerem Studenten und Senioren vor den Kader. RIAA-Klagen, Archiv-Registrierungen, Fotoverbote bei wichtigen Veranstaltungen ... alles nur Symptome der selben Krankheit.

Privatssphäre schützen durch Datenreduktion

20 September 2004
Ein interessanter Ansatz von Ben Hyde, was die Datenreduktion in Registrierungen angeht: Clubs - privacy services. (Quelle: Internet Alchemy Weblog)

Ein Beispiel, dass am Ende genannt wird, ist die Anmeldung bei der städtischen Bibliothek. Die Bibliotheksverwaltung muss im Prinzip nur zwei Dinge wissen, um Bücher an ein neues Mitglied verleihen zu können:
1) Wohnt die Person in dieser Stadt?
2) Wird sie die ausgeliehenen Bücher auch wieder zurückbringen?

Ersteres könnte durch eine Abfrage an einem städtischen privacy server erledigt werden, welches als Output nur eine Bestätigung in der Form "Ja, diese Person wohnt in dieser Stadt" liefert und in die Mitgliedskarte einträgt.

Eine Empfehlung könnte von einer anderen Bibliothek kommen. Etwa in der Form, dass die abrufende Person schon soundso-lange Mitglied ist/war und immer seine Bücher zurückgebracht hat.

Dadurch klärt die Bibliothek die beiden wichtigsten Punkte der Anmeldung und die Privatssphäre des Anmelders bleibt gewahrt.

Schöne Idee, aber erstmal die Bürokraten finden, die die Cohones haben ein solches System umzusetzen. Naja, ich besorg mir jetzt erstmal 'ne 0190'er Nummer, da immer öfter auch Telefonnummern in Anmeldeformularen abgefragt werden ;-)

FOAF Suchmaschine

18 September 2004
Da hamm wa sie ja auch schon, die erste Menschensuchmaschine mit schon 1,2 Millionen Köpfen drin: FoaFSpace. (Quelle: Raw Blog) Und meine wenig... semantigkeit wurde auch schon abgespidert. (Häh? Wasn FOAF?)

Emails sind Postkarten

16 September 2004
... und können prinzipiell von jedem eingesehen werden. Privateres sollte deshalb verschlüsselt werden. Deshalb hab ich letzten März meinen Mail-Client Thunderbird (dessen aktuelle 0.8'er Version es jetzt übrigens auch in deutsch gibt) mit GnuPG verkuppelt.

Jetzt gibt es - laut Timo - auch eine ausführlichere deutsche Anleitung dafür.

Uncle Sam freut sich schon aufs Semantische Netz

16 September 2004

From the EPA to the Navy, the United States government is coming to see the Semantic Web as a solution to huge data-processing problems.


Uncle Sam's Semantic Web, xml.com, 15.09.2004



War ja klar, dass den Mächteinhabern schon die Spucke im Maul zusammenläuft, wenn sie von der Effizienz der Datenzusammenführung hören. Tja-ja ... und Datenschützer dürften, angesichts der Überwachungsmöglichkeiten die Vokabulare wie z.B. MeNow bieten, so langsam starken Juckreiz kriegen. Oder pennen die noch?

Self defence: Wie man sich vor'm zitiert-werden schützt

15 September 2004
  1. Benutze Slang und Argo-Sprache. Pfeif auf Rechtschreibung und Verständlichkeit. Das verringert die Chancen, dass ein klassisches Medium dich zitiert.
  2. Schwimm gegen den Strom. Wenn alle über die Mauerwiederaufbau-Phantasie qautschen, schreib etwas über das Paarungsverhalten der Gelbwangenschmuckschildkröten.
  3. Zitiere exzessiv andere. Denn Zitat im Zitat im Zitat ... sieht schon scheiße aus.
  4. Wenn Punkt 1. zu krass für dich ist, sei wenigstens originell und schreibe in einer Art und Weise, die kein Cheffredakteur freigeben würde.
  5. Ok, dieser Punkt ist schwer, aber: Sei langweilig. Sei langweiliger als langweilig. Noch unter Mainstream-Niveau. Sei so schlecht und langweilig, dass du nicht mal die Zeit wert bist, die der Aggregator für das Beziehen deines Feeds braucht.
  6. Sorg dafür, dass deine Inhalte schnell in die Indizes der Suchmaschinen kommen. Das gibt dir wenigstens die Möglichkeit zu beweisen, dass dein Artikel schon vorher da war, wenn's hart auf hart kommt.
  7. Verfass die übelsten Nutzungsbedingungen für deinen Content, die es gibt. Brüll wie ein Löwe, wetz die Feder, droh mit Strafverfolgung und anschließender Prügel. Auch wenn du dich im Einzelfall vielleicht nicht gegen das zitiert-werden wehren kannst ... wer will schon mit so einem Psychopathen wie dir zu tun haben?
  8. Wenn alles nichts gebracht hat: Lauf zum Anwalt. Verschicke Unterlassungerklärungen und verklag alle. Und vergiss nicht, das zu bloggen. Auch wenn du verlierst ... (siehe letzter Satz in Punkt 7)

Pivot 1.20 beta

14 September 2004
Da das neue Pivot 1.20 beta ja ein Hit sein soll, hab ich's mir kurzerhand angeschaut.

Vorab: Ich hab noch nie mit Pivot gearbeitet und installiere es zum ersten Mal. Ich sehe es nur aus der Perspektive eines Users der schon andere Tools wie MT, Nucleus, Textpattern, Wordlog, Hlutur, phposxom etc. kennt.

Die Installation besteht aus runterladen, entpacken, hochladen, Rechte-setzen, URLs aufrufen und ein paar Werte in die Konfigmaske eintragen. Textdateien müssen nicht editiert werden und auch die Hantiererei mit mysql-Daten entfällt bei Pivot. Die Installation ist ausserdem mit Bildschirmfotos beschrieben.

Der Admin-Bereich sieht schonmal ganz erfrischend aus.

Bildschirmfoto des Adminbereichs

Alles Übersichtlich, man kommt schnell zurecht.

Die Artikeleingabemaske zeigt sich zwar vergleichsweise spartanisch, das Einfügen von Bildern benötigt aber nur wenige Klicks.

Bildschirmfoto der Artikeleingabe

Klickt man auf das Bild-Icon, öffnet sich ein Popup. Man ladet entweder ein Bild von der Festplatte hoch oder wählt eines auf dem Server aus. Alt-Attribut, Ausrichtung und Rahmenstärke lassen sich individuell einstellen.

Bildschirmfoto des Bilduploads

Mit Klick auf "Weiter" wird dann der entsprechende Code ins Feld gesetzt. Die häufige DAU-Hürde Copy&Paste entfällt somit.

Bildschirmfoto des Image-Codes

Man kann auch die automatischen Thumbnail-Generierung einschalten. Dann wird zu jedem Bild, welches man über "Media-Dateien" hochladet, ein kleines Vorschaubild generiert.

Bildschirmfoto der automatischen Vorschaubildgenerierung

Ziemlich kühl ist auch, dass man das Thumbnail im Browserfenster bearbeiten kann.

Bildschirmfoto der Thumbnailbearbeitung

Die Wartungsfunktionen sind üppig. Neben ein paar Seitengenerierungsfunktionen (welche MT-Benutzer als rebuild kennen) kann man noch Bakups ziehen, IPs blockieren (was auch in den Referrer-Statistiken möglich ist) und Dateien auf dem Server durchsuchen und bearbeiten.


Bildschirmfoto der Wartung

Aus Designersicht kommt man mit den Templates gut zurecht. Man kann jeden Aspekt des Weblogs leicht modifizieren, einschließlich der RSS- und Atom-Feeds.

Mir gefällt das neue Pivot 1.20 jetzt schon sehr gut. Die wichtigsten Features (und noch ein paar Extras) sind von Haus aus dabei, trotzdem dürften auch Blogeinsteiger damit zurecht kommen, weil oft-wiederkehrende Arbeitsabläufe relativ benutzerfreundlich gestaltet sind.

Photoalbum-Tool: iPAP

14 September 2004
Ich probiere gerade Photo Album Publisher (GPL) von Markku Seguerra aus. Ein Beispiel kann man auf der Seite des Programmierers sehen.

Das Ding ist sympathisch. Es braucht keine richtige Datenbank (flat file db) und hat auch nur die grundlegendsten Funktionen. Alben erstellen und Fotos hochspeisen kann man über ein recht benutzerfreundliches Admin-Interface.
Die Ausgabe erfolgt mit Templates, Layoutanpassungen dürften damit einfach sein.
Sortierreihenfolgen lassen sich verändern und automatische Thumbnails (kleine Vorschaubildchen) werden auch erzeugt.
Eine Backup-Funktion, die die Datenbankinhalte in einem Zip-File serviert, findet man ebenfalls im Adminbereich.

Empfehlenswert für alle, die in 2 Minuten ein Online-Photobereich auf ihrer Site aufziehen wollen und damit leben können, dass derzeit nur das Grafikformat JPG unterstützt wird. Und für eine 0.7'er Version scheint es schon sehr stabil zu funktionieren.

MeNow

11 September 2004

The motivation for the MeNow schema is to be able to describe a variety of aspects of the current status of someone, either online or off, in a way that the data can be easily aggregated or retrieved. This schema allows the definition of a variety of terms that would be common in many applications: describing the current book you are reading, music you are listening to, mood you are in, and more.


MeNow


Optimale Zeilenlänge

03 September 2004
Altes Thema, klare Worte:

Here are some good defaults: For fluid designs, make your text columns at most 30-35em wide. Fixed-width designs should generally have text columns no wider than 480-500px (at 14pt type).

Long Live Line Length, 03.09.2004, the daily flight



(Nebenbei: Klasse Design nicht mehr ;-))

Bildkomprimierungsservice

02 September 2004
Der Bildkomprimierungsservice von Topsubmit kann, im Gegensatz zu dem im Bilder für Webseiten optimieren-Artikel vorgestellten Dienst, auch die Bildmaße ändern.
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