alps hypertexte
In den letzten 6 Monaten häufen sich die Diskussionen im Netz und in der Offline-Welt, ob man langsam aufhören soll, den IE6 zu unterstützen.
Die Frage ist naheliegend. Der Browser ist schließlich bald 8 Jahre alt und benötigt bei komplexeren Layouts/Designs nicht wenige Anpassungen. Alle Frontender fluchen regelmäßig über ihn und aus unserer Branche scheint auch niemand echte IE6-User persönlich zu kennen.
Hinzu kommt das Thema der Schriftgrößenskalierung. Jah, wir wollen alle accessible sein, wollen, dass möglichst alle relevanten Elemente bei Schriftvergrößerung mitwachsen. Aber die neue Zoom-Technologie, die Opera schon länger hatte und der IE ab Version 7 und Firefox ab Version 3 unterstützt, macht sich immer mehr breit und all die "sliding doors" und "scalable Tabs/Buttons/rounded-Boxes"-Techniken scheinen bald überflüssig zu werden. Im Grunde sind sie nur noch für die uncoolen Browser nötig. Diese Techniken kommen meist mit einer Menge Markup und noch mehr Styles daher. Wie schön würde doch der Markup ohne das ganze Gedöhns aussehen ...
Einige wollen sogar dem IE6 eine "nackte" Seite präsentieren, wie wir das zu Beginn der CSS2-Zeiten mit dem Netscape 4 gemacht haben, und wissen schon wie.
Aber wenn wir von "Accessibility" sprechen, ist für mich damit nicht nur gemeint, dass man einen Haufen Textzeichen in den Browser knallt und so dafür sorgt, dass alle Informationen zugänglich sind. Es gibt auch eine "Accessibility zur Usability" und damit ist gemeint, dass ein Frontend mit seinem Layout und Design die Benutzerführung erleichtern kann. Auch von diesen Aspekten einer Website sollte man die zweitstärkste Benutzergruppe am Browsermarkt nicht ausschließen, wenn es geht. Das wäre irgendwie gar nicht so cool.
Mein Standpunkt ist also klar: Der IE6 muss noch lange bedient werden. Wenn sein Markanteil mal unter 7% fällt, können wir nochmal darüber reden ![]()
alp on 2008-11-04 20:15 (Reply)
Daniel on 2009-08-19 13:36 (Reply)
Horst Schulte (Homepage) on 2008-11-01 09:32 (Reply)