Was wäre, wenn man JS über rel-Attribute steuern würde?
06 April 2008
Wir hatten letztens im Chat mit dem JS-Experten Sascha Hameister eine komische Idee und er hat mal eben einen kleinen Prototypen umgesetzt: reljs
Die Idee dahinter ist, dass ein HTML-Coder einfache Parameter in das rel-Attribut eines Elements eingibt und dadurch ein paar Standard-Effekte steuern kann ohne zusätzlichen JavaScript-Code schreiben zu müssen. Es ist - wie gesagt - ein kleiner Prototyp, aber er zeigt die Idee. Es beruht auf jQuery und Saschas easyhtml.js.
Was uns brennend interessiert: Was haltet ihr von so einem Ansatz?
Die Idee dahinter ist, dass ein HTML-Coder einfache Parameter in das rel-Attribut eines Elements eingibt und dadurch ein paar Standard-Effekte steuern kann ohne zusätzlichen JavaScript-Code schreiben zu müssen. Es ist - wie gesagt - ein kleiner Prototyp, aber er zeigt die Idee. Es beruht auf jQuery und Saschas easyhtml.js.
Was uns brennend interessiert: Was haltet ihr von so einem Ansatz?



Eric Eggert: Das ist semantischer Unsinn, vermischt Präsentation und Verhalten mit der XHTML/CSS-Struktur. Und warum wollte man sowas im Rel-Attribut abbilden, wenn man es auch einfach in der JS-Datei machen kann, wo es hin gehört?
alp: Klar, es ist nicht mehr "unobtrusive". Aber dafür einfach für Non-JSler
Christian: Also ich weiß ja nicht, aber jQuery-Basics kapiert doch nun wirklich jeder halbwegs ambitionierte Webworker innerhalb kürzester Zeit, auch ohne JS-Kenntnisse.
Der Ansatz geht für mich nicht wirklich auf, denn das was man da ins Rel-Attribut packt ist im Prinzip das selbe wie das ganz normale Chaining direkt in jQuery, nur mit weniger Möglichkeiten und am falschen Ort.
Also ich für meinen Teil sehe da keinen Sinn drin, sorry...
alp: "Also ich weiß ja nicht, aber jQuery-Basics kapiert doch nun wirklich jeder halbwegs ambitionierte Webworker innerhalb kürzester Zeit, auch ohne JS-Kenntnisse."
.
Leider habe ich da andere Erfahrung gemacht. Für uns sind diese Libraries eine Erleichterung, für manche aber immernoch eine Hürde. Deshalb überhaupt diese Schnellschuss-Idee. Klar, dass rel nicht das passende Attribut dafür ist. Aber wir fanden es eine Überlegung wert. Auch wenn es erst mal zu nichts führt
moritz: Für HTMl-Taliban und sonstige Anhänger der Internet-Gemüse Fraktion ist das natürlich nichts, schon klar.
Die Zielgruppe für diese Lösung ist halt wohl eher schwierig. Wenn man schnell mal nen Effekt braucht und jQuery nicht mag ok aber alles was darüber hinaus geht...
goldjunge: jQuery ist für Leute die wenig bis gar keine Ahnung von JS haben perfekt, und ob man den zugegebenermassen nicht wirklich sinnvollen rel Kram lernt oder die jQuery Syntax is dabei doch unerheblich, allerdings hat man dann die Möglichkeit wesentlich mächtigere Scripte zu schreiben die über show/hide hinausgehen.
HTML-Taliban? Großes Kino -.-
moritz: HTML-Taliban? Ich gebe zu der Ausdruck ist nicht ursprünglich von mir (allerdings inzwischen schon in meinem Sprachgebrauch) - Peter Kröner hat wie so oft die richtigen Worte gefunden...
http://www.peterkroener.de/browser-aussperren-hart-aber-fair/
Martin: Also rel ist definitiv der falsche Ort. Das spammt mir die Navigationsleiste voll. (Normalerweise stehen dort die nicht von den Pfeilen erfassten Links wie Autor usw.) Warum nicht einfach class, evtl. mit einem speziellen Präfix?