Die anderen

25 April 2007
Schöner und längst überfälliger Text über den Web-Analphabetismus der anderen: Generation Web 0.0 (via Cem)

Das hat wirklich nichts mit dem Alter zu tun, wenn man zu blöd zum lernen ist. In meiner Generation (die Ende der 80'er/Anfang 90'er ihr Abitur gemacht haben) gibt es auch mehr von den anderen, als so Normale wie mich. Ich habe letztens mal die Namen meiner alten, coolen Klassenkameraden aus guten Häusern (so mit Zwangsklavierunterricht am Nachmittag und so) gegoogelt. Einer hat es auf die Mitarbeiter-Seite einer Netzwerkfirma, 3-4 haben es bis zu "Stayfriends"-ähnliche Portale geschafft, einer ist in einer Linux-User-Group und eine hat mal in einem Forum was gepostet. Der Rest: Netztote. Nichtmal Homepages haben die.

Der Web-Analphabetismus der anderen wird noch lange ein Thema bleiben, fürchte ich.

Trackbacks

  1. Endstation Stayfriends
    Das ist mal wahr. Stayfrieds scheint als Endstation prädestiniert zu sein um jene aus meinem Abiturjahrgang (‘94) aufzunehmen, die mal ganz dick was mit Marketing, Public Relation oder so ‘n Rotz machen wollten.

Comments

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  1. Boris: Meine Generation ist ziemlich genau 10 Jahre früher angesiedelt und da sieht es natürlich mindestens genauso öde aus. Meines Wissens ist nicht ein einziger aus meinen alten Bekanntenkreisen etwa aus der Abi-Zeit (1981) tatsächlich im Web mit eigenen "Produkten" aktiv (HP oder Blog).

    Per Google-Suche finde ich praktisch keinen davon, es sei denn (2 oder 3 Fälle vielleicht) in irgendwelchen Ergebnisaufstellungen irgendwelcher Sportvereine. Die noch dazu meist noch mindestens zwei oder drei Jahre alt sind und auch nicht weiter gepflegt.

    Einige haben tatsächlich E-Mailadressen, bei Freemailanbietern oder den einschlägigen Onlinediensten alter Schule. Meist aus beruflichen Gründen.

    Manchmal komme ich mir da wie ein Frischling und Vorreiter vor, obwohl ich auch erst spät "eingestiegen" bin, nämlich 1995.

    Es ist wohl wirklich so, dass Deutschland ein Internet-Entwicklungsland ist, mit wohl etwas mehr als 50 Prozent Verbreitung in der Bevölkerung - dies aber in aller Regel in Form rein passiver Konsum-Teilnahme.

    Sehr traurig das, wirklich... :-(


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