Testdisk, der Windows-Retter
03 April 2007
Mein Notebook hat eine neue Festplatte bekommen und ich wollte darunter ein Dual-Boot-System mit Windows XP und Linux einrichten. Windows, als "Entertainement-Station" ohne TCP/IP, versteht sich. Bei der Wahl des Linux-Systems, wollte ich mir mehrere Distris anschauen. So auf apt-get-Basis wäre ganz nett, denn einen apt-proxy habe ich schon an einem anderen Rechner am Laufen.
Kanotix hat auf einem früheren Notebook (das aber nicht lange lebte) einen guten Eindruck hinterlassen, aber bei den Kanoten scheint es zur Zeit personelle Probleme zu geben, wie dieser und auch andere Beiträge im Forum andeuten.
Damn Small Linux (DSL) hatte ich mir noch nie richtig angeschaut, also versuchte ich es gleicht mit DSL-N, das einen moderneren Kernel als DSL hat. Und ... wer fürchtet sich schon vor einem "0.1RC3" in der Versionsbezeichnung?
Ich jedenfalls nicht, deshalb wollte ich DSL-N nach dem Booten von CD auch gleich mal so eben auf die Platte installieren lassen. Natürlich wurde dieser Leichtsinn sofort bestraft: Installation brach schon beim Partitionierer ab und danach bootete auch Windows nicht mehr. Ausgerechnet ... jetzt, wo ich es so schön auf einen Anfangszustand fixiert habe und damit nicht einmal im Netz war. Ich hatte zwar ein Image dieser Win-Partition gezogen, aber trotzdem ... ich wollte lieber die Partition reparieren.
Denn kurz nach dem Image-Ziehen habe ich ein nostalgisches Spielchen geschenkt bekommen (diese CDs aus dem Jahre 2004, die man für 5-10 Euros an der Kasse bekommt) und installiert und direkt danach (jetzt kommt's:) ist die CDROM beim Eject im Laufwerk hängengeblieben, so dass sie nicht unerheblich zerkratzt wurde [einmal in 5 Jahren passiert mir sowas und das ausgerechtnet bei diesem, schwer zu wiederbschaffenden Game]. Es sah also nicht danach aus, als würde ich damit eine weitere Installation des Spiels hinbekommen. Ein Rückspielen des Windows-Images wäre mit dem Verlust dieses Spiels verbunden; die Platte musste also einfach gerettet werden!
Leichter gesagt, als getan, denn die üblichen Tools fanden nichts außergwöhnliches auf dieser Partition. Zeigten alle etwas anderes an. Für das eine Tool war die Partition Ok, bei dem anderen war sie nicht 'bootable' ... nur das Tool testdisk, das sich auch auf der SystemRescueCD befindet, war detaillierter und brachte dann auch die Heilung. Das Entertainement-System ist jedenfalls gerettet und das Game wird zumindest solange überleben, wie die neue Festplatte.
Hätte das nicht geklappt, wären vielleicht die Tools auf dem Trinity Rescue Kit noch eine Möglichkeit gewesen.
Jedenfalls kann ich mir jetzt weiter ein paar Distributionen anschauen, denn irgendwie scheinen zur Zeit eine Menge in den Startlöchern zu stecken ...
Kanotix hat auf einem früheren Notebook (das aber nicht lange lebte) einen guten Eindruck hinterlassen, aber bei den Kanoten scheint es zur Zeit personelle Probleme zu geben, wie dieser und auch andere Beiträge im Forum andeuten.
Damn Small Linux (DSL) hatte ich mir noch nie richtig angeschaut, also versuchte ich es gleicht mit DSL-N, das einen moderneren Kernel als DSL hat. Und ... wer fürchtet sich schon vor einem "0.1RC3" in der Versionsbezeichnung?
Denn kurz nach dem Image-Ziehen habe ich ein nostalgisches Spielchen geschenkt bekommen (diese CDs aus dem Jahre 2004, die man für 5-10 Euros an der Kasse bekommt) und installiert und direkt danach (jetzt kommt's:) ist die CDROM beim Eject im Laufwerk hängengeblieben, so dass sie nicht unerheblich zerkratzt wurde [einmal in 5 Jahren passiert mir sowas und das ausgerechtnet bei diesem, schwer zu wiederbschaffenden Game]. Es sah also nicht danach aus, als würde ich damit eine weitere Installation des Spiels hinbekommen. Ein Rückspielen des Windows-Images wäre mit dem Verlust dieses Spiels verbunden; die Platte musste also einfach gerettet werden!
Leichter gesagt, als getan, denn die üblichen Tools fanden nichts außergwöhnliches auf dieser Partition. Zeigten alle etwas anderes an. Für das eine Tool war die Partition Ok, bei dem anderen war sie nicht 'bootable' ... nur das Tool testdisk, das sich auch auf der SystemRescueCD befindet, war detaillierter und brachte dann auch die Heilung. Das Entertainement-System ist jedenfalls gerettet und das Game wird zumindest solange überleben, wie die neue Festplatte.
Hätte das nicht geklappt, wären vielleicht die Tools auf dem Trinity Rescue Kit noch eine Möglichkeit gewesen.
Jedenfalls kann ich mir jetzt weiter ein paar Distributionen anschauen, denn irgendwie scheinen zur Zeit eine Menge in den Startlöchern zu stecken ...



fwolf-temp: bei DSL würd ich prinzipiell *immer* die normale Fassung empfehlen, auch wenn der kernel etwas älter ist.
vorteile u.a.:
- *sehr* ausgereift
- kern von DSL kann bei erscheinen einer neueren version einfach *ausgetauscht* werden => kein datenverlust o.ä. (= Frugal Install - http://www.damnsmalllinux.org/wiki/index.php/Frugal_Install)
- zugriff auf zig anwendungen via MyDSL repository als auch auf die debian packages via apt-get
cu, w0lf.
fwolf-temp: übrigens auch eine gute Alternative zu DSL: *Fluxbuntu*

Basiert zwar noch auf Ubuntu Dapper Drake, ist aber sehr stabil und dürfte mit allerhand Versatzstücken aus der Damn Small-Welt aufrüstbar sein
cu, w0lf.
alp: Fluxbuntu ist doch nur ubuntu-minimal + fluxbox, oder? Für ein schlankes System sicher keine schlechte Wahl.
Im Augenblick spiele ich mit grml 0.9 herum.