Hat die FSF das nötig?
16 December 2006
Sowas kotzt mich ja so richtig an: FSF startet Kampagne gegen Windows Vista
Inhaltlich mögen sie ja (teilweise zumindest) richtig liegen, aber dieser Stil kann auch wiederum die ganze Glaubwürdigkeit kosten. Schließlich sind das keine einfachen Konsumenten, die über ihr System schimpfen, sondern Vertreter eines Konkurrenzprodukts. Und genau das gibt den fahlen Beigeschmack: Dass so eine Kampagne nicht von einem Konsumentenvertreter, sondern einem Konkurrenten kommt. Die Damen und Herren dahinter träumen nämlich nicht nur von einer idealen IT-Welt mit freier Software. Sie träumen auch von gestiegener Nachfrage für Support. Support, Integration und Spezialisierung sind nämlich die Geschäftmodelle der Open-Source-Szene (auch der Firma hinter Ubuntu-Linux).
Deshalb sollte man sich nicht auf dieses Balmer/Gates-Niveau herunterlassen und den Konkurrenten schlecht machen. Nicht in diesem Maß einer massiven Anti-Vista-Kampagne. Überlasst das den Usern, das können wir schon gut genug.
Denn hey ... wenn Open-Source-Software und sein Alpha-Krieger Linux so überlegen sind ... wozu hat es dann Negativ-Propaganda nötig? [jetzt sagt nicht "weil die User zu blöd sind und sich immer für das falsche System entscheiden". Durch Entmündigung erreicht man gar nichts ;-)]
Und nochmal hey ... haben die Open-Source-Typen nie etwas von Yin und Yang gehört? Die Scheisse gehört eben dazu, sonst gäbe es doch nichts, woran man den Rosenduft messen könnte.
Und (ein letztes mal) hey ... sooo perfekt ist Vorzeige-Linux Ubuntu auch wieder nicht. Die Menscheit braucht noch Windows-PCs und Macs, also vertragt euch und konzentriert euch auf die Ausbügelung eurer Bugs, verdammt nochmal ...
[Nachtrag:] Heise berichtet auch, dass die FSF dem User rät, sich unter http://www.gnewsense.org/ eine System einzurichten, statt Vista zu kaufen. Yo, warum lassen die die User nicht gleich ihren eigenen Kernel programmieren? Da hat man noch viel mehr Kontrolle über sein System.
Im Übrigen scheint die Argumentation der FSF auch so seine Lücken zu haben.
Inhaltlich mögen sie ja (teilweise zumindest) richtig liegen, aber dieser Stil kann auch wiederum die ganze Glaubwürdigkeit kosten. Schließlich sind das keine einfachen Konsumenten, die über ihr System schimpfen, sondern Vertreter eines Konkurrenzprodukts. Und genau das gibt den fahlen Beigeschmack: Dass so eine Kampagne nicht von einem Konsumentenvertreter, sondern einem Konkurrenten kommt. Die Damen und Herren dahinter träumen nämlich nicht nur von einer idealen IT-Welt mit freier Software. Sie träumen auch von gestiegener Nachfrage für Support. Support, Integration und Spezialisierung sind nämlich die Geschäftmodelle der Open-Source-Szene (auch der Firma hinter Ubuntu-Linux).
Deshalb sollte man sich nicht auf dieses Balmer/Gates-Niveau herunterlassen und den Konkurrenten schlecht machen. Nicht in diesem Maß einer massiven Anti-Vista-Kampagne. Überlasst das den Usern, das können wir schon gut genug.
Denn hey ... wenn Open-Source-Software und sein Alpha-Krieger Linux so überlegen sind ... wozu hat es dann Negativ-Propaganda nötig? [jetzt sagt nicht "weil die User zu blöd sind und sich immer für das falsche System entscheiden". Durch Entmündigung erreicht man gar nichts ;-)]
Und nochmal hey ... haben die Open-Source-Typen nie etwas von Yin und Yang gehört? Die Scheisse gehört eben dazu, sonst gäbe es doch nichts, woran man den Rosenduft messen könnte.
Und (ein letztes mal) hey ... sooo perfekt ist Vorzeige-Linux Ubuntu auch wieder nicht. Die Menscheit braucht noch Windows-PCs und Macs, also vertragt euch und konzentriert euch auf die Ausbügelung eurer Bugs, verdammt nochmal ...
[Nachtrag:] Heise berichtet auch, dass die FSF dem User rät, sich unter http://www.gnewsense.org/ eine System einzurichten, statt Vista zu kaufen. Yo, warum lassen die die User nicht gleich ihren eigenen Kernel programmieren? Da hat man noch viel mehr Kontrolle über sein System.
Im Übrigen scheint die Argumentation der FSF auch so seine Lücken zu haben.



itst: Hey ho.

Die FSF wandelt sich immer mehr zu einem Lobbyisten-Treff. Und da gehört Übertreibung, Naseweisheit und all das eben dazu. Das ist in so fern nützlich, als das sie polarisieren und so zumindest Diskussion anregen. Hat ja funktioniert
alp: Die FSF wandelt sich immer mehr zu einem Lobbyisten-Treff
Das ist wahr. Ersetze Lobby X durch Lobby Y und du hast den selben Driss.