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Notiz an mich: Kürzere Sätze
Ich muss mir angewöhnen, kürzere Sätze zu schreiben. Nicht nur im Netz, auch allgemein. Spagetti-Sätze mit vielen Kommas sind blöd. Und nicht wirklich accessible. Ok, man kann damit auch übertreiben, wenn man gar keine Kommas mehr benutzt. Aber länger als im vorherigen Satz sollten Sätze nicht sein.
Viele Wörter können ersatzlos gestrichen werden, ohne dass sich die Bedeutung des Satzes ändert. Viele Nebensätze kommen besser als Hauptsatz rüber.
Deshalb: Kürzere Sätze antrainieren. Danach schauen wir uns eventuell nochmal die Problemfelder Rechtschreibung und Grammatik an.
Ist das jetzt Minimalismus? Extremismus? Oder was für ein Ismus, Herr Ismus-Experte

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Gerald Steffens: Das ist definitiv ein Fall von Liberalismus. Alp, du hast die Freiheit all diese schönen Dinge zu tun, von denen du schreibst
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alp: Du sagst es, Alter. Alles nur ein Vorgang der Privatisierung.
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Boris: Ginge es tatsächlich lediglich um die reine Länge, in der irrigen Annahme, dass das irgendwie objektiv besser sei - und dies ohne die Berücksichtigung von Fragen des persönlichen Schreibstils - dann wäre die einzig wirklich nachvollziehbare Lösung der Satzlängenfrage der Rückgriff auf rein formallogische Ausdrücke.

Ein bisschen einfache Aussagenlogik, eine Prise Quantoren, ein Hauch formale Semantik und noch ein paar weitere kleine Zutaten, und fertig ist ein Sprachschatz, der kürzer und prägnanter kaum noch sein kann.
Das waren jetzt zwei etwas längere Sätze...
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alp: Verstehe dich schon ... so als "Deutschlehrer". Und als Demo auch wunderschön. Aber hej ... du benutzt ja ganz schön viel komische Ausdrücke ("Formallogik", "Quantoren", "Semantik"). Das versteht ja keiner mehr, dieses abgehobene Zeug. (<-- hab ich schon oft gehört)