Vertrauensnetz per Outfoxed

Spannender als das triviale Flock (nur, um das Wort auch mal gebloggt zu haben) finde ich die Firefox-Extension Outfoxed, die sich gerade in der Entwicklung befindet. Die Idee dahinter war es mir sogar wert, die alte Windows-Kiste zu booten (Linux- und Mac-Versionen sollen noch kommen). Mit Outfoxed kann man sich sein eigenes Vertrauensnetzwerk zusammenstellen und bei Bedarf nur die Resourcen berücksichtigen, die vertrauenswürdige Informanten als vertrauenwürdig befunden haben. Der Informant muss sich vorher auf der Outfoxed-Site als solcher registrieren und kann dann seine 'Reports' regelmäßig synchronisieren. Als Informant bewertet man Sites mit 'good', 'bad' oder 'dangerous', taggt sie und schreibt eventuell ein paar Bemerkungen dazu. Outfox Bewertung Fortan sieht man links neben der Adressleiste ein entsprechendes 'Daumen hoch', 'Daumen runter' oder 'Vorsicht'-Symbol, wenn man die bewertete Seite aufruft. Outfox Report Im Outfoxed Central kann man sich seine Informanten zusammen klicken, Reports editieren und Einladungen an Wunschinformanten verschicken. Outfox Zentrale Abgelegt werden diese Reports als RDF bzw. im RSS1.0-Format, erweitert durch 2 Elemente aus einem neuen Namensraum. Mir gefällt die Idee sehr gut, vor allem weil sie vom User nicht viel Kentniss über die darunter liegenden Mechanismen verlangt und weil sie die wichtige Frage "Wer/Was ist relevant?" individuell und besser beantwortet, als sämtliche Counter und Top-Lists.
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Comments

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  1. 1

    Schnurrbart: Damit könnte man aber auch bestimmte Seiten pushen oder unter gegebenen Marketingstrategien bestimmte Websites höher einstufen als diese sind. Ich stelle mir das gerade so vor: Eine Firma erstellt eine vollkommen neue Website und bietet dann den "vertrauensvollsten" Leuten auf outfoxed Geld dafür an, dass diese dann die Website positiv bewerten. Auch ist es mir unschlüssig was passiert, wenn eine Website vollkommen neu gemacht wird. Hmmm Idee ist schon nett, aber Menschen sind immer noch das Glied in der Kette, was hängt, denn wir sind nicht alle professionelle Junkies.

  2. 2

    alp: Siehe den Fortschritt: Menschen zu manipulieren oder aufzukaufen ist immernoch riskanter und schwieriger als PageRank zu beeinflussen. Und wenn einer dabei erwischt wird, war es das für seine Reputation; dem vertraut niemand mehr.
    Wogegen du bei PR-Manipulationen nur den Ausschluß aus dem Index riskierst und jederzeit mit einer anderen Domain wieder ins Spiel kommen kannst.

    Aber wenn du meinst, dass bei solchen Reputationssystemen auch die Echtheit der Person verifiziert sein muss, dann gebe ich dir Recht ;-) (Hier sollte PGP ins Spiel kommen). Wer macht sich schon unbekannte Typen, die kindische Nicknames tragen, zum vertrauenswürdigen Informanten?

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