Podstuttering
04 October 2005
Ich höre eigentlich jedem Podcast zu, dessen Thema mich halbwegs interessiert. Aber in letzter Zeit denke ich bei jedem Link zu einer bequatschten mp3 immer öfter "Jetzt muss ich ja die Mukke leiser machen, hoffentlich lohnt sich das wenigstens". Und es lohnt sich in den meisten Fällen nicht.
Podcasting erfordert eigentlich die selben Kompetenzen wie das Vorträge halten; nur die non-verbale Kommunikation fehlt hierbei. Heisst, man sollte genau so abwechslungsreich sein, wichtige Dinge betonen und auf ein aufbauendes Konzept (und viele andere rhetorische Kleinigkeiten) achten, damit die Rede nicht ätzt. Aber bei diesen vielen 'äääh's und 'mmm's krieg ich häufig zu viel. Da möchte man dem Redner unwillkürlich auf den Hinterkopf hauen, damit die Rede wieder flüssig läuft.
Wenn es aber so klingt, als würde der Redner einen 'Leitzettel' in der Hand halten oder gar gleich irgendwo ablesen, geht die ganze Natürlichkeit futsch und man leidet quasi mit dem Redner. Dabei sollte man doch gerade am Mikro lockerer aus der Hüfte quatschen, ein bisschen witziger sein, ja sogar teilweise abgehen wie ein Radio-DJ.
Also ... wenn es wirklich gute Podcasts dieser Art gibt, schreibt das doch in die Links dazu. Dann wissen wir: Hej, das könnte gut werden, wenn ich mir das reinziehe.
Nachtrag: Nach diesem Eintrag lese ich von Oliver Gassner, dass einer von Boing Boing auch nen Schrottcast hat. In der Hoffnung, diesen Eintrag hier mit einem Positiv-Beispiel komplettieren zu können (hey, ist schließlich Boing Boing und nicht der kleine Hans-Jörg von nebenan) ziehe ich mir mal die neueste Sendung rein. Üüübel ... ok, es wird nur vorgelesen, so wird's auch angekündigt. Aber jeder Fünftklässler (von PISAkistanern mal abgesehen) kann besser vorlesen. Und dieses geile Rauschen im Hintergrund ... warum nicht gleich das Geräusch einer landenden Boing 747 als akustische Untermalung nehmen?
Podcasting erfordert eigentlich die selben Kompetenzen wie das Vorträge halten; nur die non-verbale Kommunikation fehlt hierbei. Heisst, man sollte genau so abwechslungsreich sein, wichtige Dinge betonen und auf ein aufbauendes Konzept (und viele andere rhetorische Kleinigkeiten) achten, damit die Rede nicht ätzt. Aber bei diesen vielen 'äääh's und 'mmm's krieg ich häufig zu viel. Da möchte man dem Redner unwillkürlich auf den Hinterkopf hauen, damit die Rede wieder flüssig läuft.
Wenn es aber so klingt, als würde der Redner einen 'Leitzettel' in der Hand halten oder gar gleich irgendwo ablesen, geht die ganze Natürlichkeit futsch und man leidet quasi mit dem Redner. Dabei sollte man doch gerade am Mikro lockerer aus der Hüfte quatschen, ein bisschen witziger sein, ja sogar teilweise abgehen wie ein Radio-DJ.
Also ... wenn es wirklich gute Podcasts dieser Art gibt, schreibt das doch in die Links dazu. Dann wissen wir: Hej, das könnte gut werden, wenn ich mir das reinziehe.
Nachtrag: Nach diesem Eintrag lese ich von Oliver Gassner, dass einer von Boing Boing auch nen Schrottcast hat. In der Hoffnung, diesen Eintrag hier mit einem Positiv-Beispiel komplettieren zu können (hey, ist schließlich Boing Boing und nicht der kleine Hans-Jörg von nebenan) ziehe ich mir mal die neueste Sendung rein. Üüübel ... ok, es wird nur vorgelesen, so wird's auch angekündigt. Aber jeder Fünftklässler (von PISAkistanern mal abgesehen) kann besser vorlesen. Und dieses geile Rauschen im Hintergrund ... warum nicht gleich das Geräusch einer landenden Boing 747 als akustische Untermalung nehmen?


g.: Was ich von Cory weiss hat er das neueste Powerbook, nochn Grund mir die Dinger nicht zu kaufen - mir is ja schon mein selbstgedämmter, runtergeregelter 400mhz mac zu laut...
Was für Deutsche Podcasts gibts eigentlich, die einigermassen OK sind? ich hab bis jetz nur nachtfunk einigermassen erträglich gefunden...
dee: Nimmst Du externes Mikrofon - kannst Du Powerbook kaufen.
alp: Man könnte auch jedes Rauschen im Soundeditor bearbeiten, bevor man Audiodateien in die Öffentlichkeit stellt.
dee: Oh - das klingt aber mühselig.
Silberlinge: Podcasting: Lallen, stammeln, stottern
Alp bringts sehr schn auf den Punkt: Podstuttering und warum sie an akustische Umweltverschmutzung grenzen. Hab' den Hype eh nie verstanden.
g.: Ganz ehrlich den blechernen beiklang, den der anti-noise editor von audacity der stimme zufügt finde ich noch unerträglicher als das Lüfterrauschen - aber das ist sicher ne geschmacksfrage.
Christoph Görn: Moin alle, ob man podcasts mag oder nicht... Ich denke ich habe den absolut wunderbarsten gefunden den es auf der Welt gibt: http://www.maryandkarla.com/ kein Gestotter, kein Inhalt und ein wunderbares Beispiel für US amerikanisch Flachheit. Also, auch wenn ihr podcasts nicht mögt, schaut und hört es euch an, ich hab noch nie so gute ausversehn qualitativ hochwertig produzierte Satiere gesehen...