Ich habe eben mal das
Structured Blogging-PlugIn von den pubSub.com-Leuten ausprobiert. Hinter der als "structured blogging", "data blogging" oder "micro-data publishing" betitelten Geschichte steht die Idee, Blogeinträge nach ihrer inhaltlichen Art (Reviews, Event-Ankündigungen etc.) zu unterscheiden und in maschinenlesbarer Form zu veröffentlichen.
Das Wordpress-Plugin erzeugt (derzeit) 2 neue Eingabemasken für die verschiedenen Eintragsarten "Events" und "Reviews", neben der Standard-Eingabemaske. Als Output werden spezielle
XML-Anweisungen in den XHTML-Quellcode eingepflanzt, die darauf aufsetzende Anwendungen ermöglichen sollen (
bei Jon Udell gibt's Bildschirmfotos und Codebeispiele). Mittels eigener Namensräume lassen sich diese Metadaten auch in den RSS-Feed packen. Als kosmetisches Extra lassen sich gleichartige Einträge auch per Stylesheet formatieren, wie man auf der
Sample Content-Seite sehen kann.
Bei reger.com ist man anscheinend schon weiter (mich registriert und ausprobiert habe ich es noch nicht). Dort kann man
eigene Eingabefelder definieren, sich an
Diagrammen ergötzen und die
Suchkriterien für die bloginterne Suchfunktion erweitern.
Die Idee ist ganz erfolgsversprechend,
laut Jamie Pitts vielleicht sogar "the next big thing". Erleichtert es Bloggern doch die Wartung verschiedenartiger Einräge und ermöglicht es Drittanbietern neue Dienste auf Basis fremden Contents aufzubauen.
Auch die Spammer wird diese Entwicklung freuen, weil sie durch "strukturierte Blogs" beginnen könnten "zielgruppen-orientierten" Spam zu streuen und nicht mehr wahllos überall Casino-Angebote absetzen müssten, wenn sie auf menschliche Aufmerksamkeit (und weniger auf PageRank-Manipulationen) abzielen. Wie schon von einigen pessimistischen Semantikern befürchtet, steht der gesamten semantischen Entwicklung immer die Spam-Gefahr gegenüber: maschinenlesbar bedeutet auch spambot-lesbar.
Ich persönlich kann in diesem Entwicklungsstand noch nichts mit dem PlugIn anfangen. Dafür bräuchte ich mehr Strukturierungsmöglichkeiten wie z.B. bei reger.com. Wer aber häufig Events oder Film- und Buch-Reviews postet, sollte sich mit dem Konzept mal vertraut machen.
weitere Infos:
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Christoph Görn: Was ich noch nicht genau verstehen kann ist, warum man irgendwelche <script/> elemente in die HTML Seiten einfügen will damit der inhalt der HTML Seite maschinenlesbar wird. Meiner Meinung nach macht der Ansatz z.B. Beiträge in Blogs um RDF Repräsentationen zu erweitern wesentlich mehr Sinn, da is so wesentlich mehr Möglichkeiten habe die Daten zu verarbeiten (Vermengen mit anderen bereits als RDF vorliegenden Daten z.B.).
Sprich: der link auf Danny Ayers Argumente ist an interessantesten (finde ich).