Jo, die haben wir. Neben dem in meinem alten Blog angesprochenen Aspekt der Mobilität gibt es noch 2 wichtige Gründe, weshalb ich keine Teaser im Feed mag: 1. Es gibt einen Unterschied zwischen Teaser und Teaser. Soll heissen, nicht jeder kann einen anständigen Teaser produzieren, der mit 1-2 Sätzen den Inhalt eines Items zusammenfasst. Tatsächlich sind die meisten Teaser im Umlauf schlicht "Schrott". Und selbst wenn es so wäre, dass alle Teaser perfekt wären, würde das die schreiberische Kreativität einschränken, denn manche Einträge sind nicht so eben zu "teasern". Wie würde beispielsweise der Teaser zu so einem Rundumschlagenden Update lauten? Ich mag solche Roundup-Einträge gerne lesen, aber ein Teaser würde mir da Null weiterhelfen. 2. Auch wenn ich vom Teaser her das Thema begreife, ist es eine andere Sache, wie tief dieses Thema besprochen wird. Beispiel: Der Titel und Teaser verspricht etwas über "Abwehr-Methoden bei Kommentarspam". Der Teaser ist eine gewöhnliche Einleitung in das Thema. Ob ich diesen Beitrag komplett aufrufe und lese hängt davon ab, wie dieses Thema behandelt wird. Ist es oberflächlich angerissen? Ist es gar ein populistisch formulierter Werbetext von jemandem, der keine Ahnung von der Materie hat und nur auf ein paar PlugIn-Sites verlinkt? Oder werden bestimmte Techniken besprochen, inkl. Code-Snippets oder vollständigem HowTo? Solche Fragen klärt der Teaser nicht immer ausreichend. Dagegen können mich ein paar XML- oder RDF-Codezeilen im Eintrag magisch anziehen. Deshalb brauche ich Full-Feeds mit allen Infos. Das Argument mit dem möglichen Kontentklau kann ich irgendwie schwer nachvollziehen. Wenn Leser meine Items für die private Verwendung bei sich aufbewahren, habe ich keine Probleme damit (so oft, wie ich schon Daten-GAUs hatte, ist es nur legitim). Wenn jemand meinen Feed auf einer anderen öffentlich erreichbaren Website aggregiert, kann ich dem ein Riegel dazwischen schieben. [schnell hinterhergeschoben:] Noch ein Grund für Full-Feeds sind RSS-Reader, die sich auf ein Thema beziehende Weblogeinträge in einer Baumstruktur vernetzt darstellen. Ralph nannte sie damals treffend "spontane Wissensknoten". Siehe Bildschirmfoto im früheren Eintrag Spontane Wissensknoten im RSS-Reader. Sowas funktioniert logischerweise nur, wenn dem RSS-Reader alle Hyperlinks eines Items bekannt sind.Habt Ihr außer dem besseren Lesen noch andere Argumente, die dafür oder dagegen sprechen?
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Ralf: Der Teaser wäre gewesen: "Von schönen Seiten, schönen Stimmen, schönen Äpfeln und dem offenbarten Geheimnis der ewig jugendlichen Seele ..."

Aber Du liegst völlig richtig, verkrüppelte Feeds sind ein Übel, Volltext ist ein Muß. Damit hat nur Probleme, der schon in sein Hirn-ROM gebrannt hat, ausschließlich in ökonomischen Kategorien zu denken (um dann selbstverständlich ein OpenSource-Weblog-System zu verwenden) und den ganzen Tag herum laufen mit einem "ohoohoh, mein Content ist ja so wertvoll, alle wollen ihn nur klauen, verwenden, umwandeln, aggrerieren, substituieren, karikieren" auf den Lippen.
Ist aber nicht weiter tragisch, die eifersüchtigen Content-Verkrüppler sind in der Regel die, die ich eh nicht lesen würde. Aber aus Gründen, die nix mit RSS zu tun haben!
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Marcus: Okay, hab ich verstanden und leuchtet ein (auch wenn ich Punkt 1 immer zu berücksichtigen versucht habe). Mein Feed sollte nun auch komplett aggregiert, substituiert und karikiert werden können. (Ich hatte das schon lange vorgehabt; bei der pMachine muss man jedoch bei solchen Sachen immer rumwühlen.)
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alp: Heyoo ... damit hat sich dieser Eintrag ja schon gelohnt, wenn web-blog.net jetzt Full-Feeds ausliefert
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Tony: Was ich interessant finde ist das dieses Thema gerade in den USA auch hochkocht.
http://radio.weblogs.com/0001011/2005/01/15.html#a9211