Konsequente Kleinschreibung
04 December 2004
... ist unhöflich. Die Groß-/Kleinschreibung hilft dem Leser, die Wörter und die Bedeutung des Satzes schneller zu erfassen. Ausserdem begünstigt es das sogenannte Querlesen eines Textes (eine Methode, mit der die Augen den Text durch diagonales scannen und nicht durch lineares Wort-für-Wort-Verfolgen lesen). Durchgehende Kleinschreibung ist anstrengender zu lesen; die Bequemlichkeit des Kleinschreibers geht also auf Kosten des Lesers.
Ich persönlich deabonniere die Feeds der Kleinschreiber und werde auch nicht mehr mit Kleinschreibern in Kommentaren und Emails diskutieren.
Nur mal so als Referenz abgelegt, damit ich mich nicht bei jedem Kleinschreiber wiederholen muss ...
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Nur mal so als Referenz abgelegt, damit ich mich nicht bei jedem Kleinschreiber wiederholen muss ...


helge: kleinschreibung zu lesen ist übungssache, siehe englisch (abgesehen vom satzanfang). ich gebe aber zu, dass es fragwürdig von uns kleinschreibern ist, diese übung vorauszusetzen. werde drüber nachdenken.
Sascha Carlin: Die englische Sprache hat nicht nur eine andere Orthographie, sondern auch eine andere Grammatik. Mit anderen Worten: in englischen Texten erwartet man Kleinschreibung.
In deutschen Texten erwartet man grammatikalisch begründete und für die deutsche Sprache orthographisch korrekte Groß- und Kleinschreibung.
Im übrigen ist Groß- und Kleinschreibung auch eine Hilfe beim Lesen, da man, wenn man aus der Grundschule raus ist, nicht mehr Buchstabe für Buchstabe, sondern Wort für Wort liest und langsam, durch Übung, dazu übergeht, Worte an ihrer Form zu erkennen.
Siehe auch http://www.phpbb.de/viewtopic.php?p=293981#293981
Henrik: "ornithologinnen sind gut zu vögeln".
fällt mir immer bei der Kleinschreib-Diskussion ein
Daniel: Der Klassiker zur Demonstration des Sinngehalts von Groß- und Kleinschreibung bleibt jedoch: "der gefangene floh". Das ebenfalls oft gehörte "ich habe in Moskau liebe genossen" erscheint mir dagegen recht willkürlich-unrealistisch. Davon abgesehen ist penetrante Kleinschreibung dem Lesenden gegenüber zwar unhöflich, aber man muss andersherum auch berücksichtigen, dass es sich um ein Stilmittel handeln kann. Bei den meisten Kleinschreibern allerdings wird das nicht zutreffen - diesen unterstelle ich schlicht Bequemlichkeit. Und dort bin ich im Gegenzug dann meist zu bequem, um mich über einen längeren Zeitraum mit Kleinschreibung zu quälen.
Armin: Helge, in Englisch nicht richtig aufgepasst? Ausser dem Satzanfang wird noch so einiges anderes Gross geschrieben: Namen, Orte, Titel, Organisationen und verschiedene Abkuerzungen. Was das erfassen eines Textes um einiges einfacher macht, insbesondere wenn man z.B nach einer bestimmten Person sucht.